Das deutsche Gesundheitswesen ist ein Entmündigungssystem

Zu oft hört der Patient: Ihre Krankheit ist unheilbar! Aber gibt es überhaupt wirklich unheilbare Erkrankungen oder nur ein Gesundheitssystem, das nicht die Kompetenz hat zu heilen, weil es von der Kompetenzerweiterung abgeschnitten ist? Viele sprechen heute von ihren erfolgreichen Selbstheilungen oft sehr schwerer Erkrankungen durch affirmative Suggestion

Wir sind immer wieder mit Spontanheilungen von schwersten Erkrankungen konfrontiert. Hier hat ein Mensch kraft seines Geistes die Entgleisung seines Körpers überwunden, der mit Mitteln der Medizin nicht heilbar war. Nun ist die Medizin aber eine Naturwissenschaft und hält nicht viel von immateriellen Behandlungsweisen wie die über Energien und Informationen. Dabei weiß die Alltagserfahrung, welche Macht negative und positive Gedanken haben. Der Deutsche schaut Krimis und geht in erster Linie wegen jedem Wehwehchen zum Arzt. Der verschreibt ein Medikament und gegen die Nebenwirkungen weitere Medikamente und so fort, bis der Mensch keine Chance mehr hat, sich selbst zu heilen. Es wird weiterhin vonseiten der Materialisten gegen ganzheitliche Behandlungsweisen gewettert, sie seien unwirksam, was die Realität allerdings eindeutig widerlegt. Placebo- und Noceboeffekt sind bewiesen, aber man hält weiter am Materialismus fest  und drängt die Geisteswissenschaft weiter in den Hintergrund, will sie auf allen Ebenen marginalisiert wissen.

Die Kraft des Geistes

So wie wir darauf achten sollten, die linke und die rechte Gehirnhälfte zu aktivieren für rationale Intuition und damit verbundenem Mitgefühl und Emapthie, so haben die Geisteswissenschaften die Aufgabe, unsere Geistesvermögen zu stärken und zu beleben. Wer geistig aktiv ist, d.h. selbst denkt und sich nichts vorschreiben lässt, der wird sich auch nicht so schnell vom Materialismus beeindrucken lassen, der viele Krankheiten nicht nur nicht heilen kann, sondern sogar verschlechtert. Das gilt insbesondere für mentale Erkrankungen. Man sucht nach immer neuen Mitteln und setzt viele Hoffnungen auf die künstliche Intelligenz, anstatt die Kraft des natürlichen Geistes zu unterstützen im Sinne Kants ’sapere  aude‘. Den eigenen intuitiven Verstand zu nutzen ist ein Schutz vor Entmündigungen durch ein Gesundheitssystem, gegen das es ja auch eine Menge Vorbehalte gibt. Der Mensch muss befähigt werden, für seine Gesundheit Verantwortung zu übernehmen, indem er die mentalen Ressourcen sinnvoll einsetzt. Wie wichtig Geisteswissenschaften auch im gesundheitlichen Sinne sind, beweist nicht nur ihre kulturelle Relevanz, sondern ihr Einfluss auf unsere Selbstbestimmung. Freie Zeit kann vergeudet werden oder sie wird für die Aktivität geistiger Prozesse eingesetzt.

Die  Ursache zu erforschen bedarf hoher Differenzierungsfähigkeit

Nach einer harten Arbeitswoche kann ein gutes Buch die Ressourcen auffüllen, weil der Prozess des Lesens aktiviert. Es ist kein rein passiver Akt. Wenn ich durch die Auseinandersetzung mit den Gedanken anderer in ein eigenes Denken komme, bin ich in dieser Selbstwirksamkeit auch mächtig gegenüber den eigenen inneren Prozessen, die auf geistige Aktivität ansprechen. Kombiniere ich das mit körperlicher Bewegung, leiste ich täglich etwas Gutes für meine Gesundheit. Sport allein erzeugt wohl eher keine neuen stabilen synaptischen Verschaltungen.  Die erhält man durch den Selbstausdruck im Dialog mit anderen, deren Gedanken in Büchern und Artikeln dokumentiert sind.  Der Rückgang des Ansehens von Geisteswissenschaften ist ein Warnsignal bezüglich einer einseitigen materialistischen Sichtweise des Menschen, der vor immer größer werdenden unlösbaren Problemen steht. Mentale Probleme können nur über mentale Prozesse geheilt werden und nicht über materielle. Eine Symptombehandlung muss von einer Ursachenbehandlung, die mit einem hohen Differenzierungsbedarf verbunden ist, begleitet oder sogar ersetzt werden auch aus ethischen Gründen. Dieser Ansatz einer reinen Symptombehandlung macht Störungen zu unheilbaren Erkrankungen, da hier eine Abhängigkeit erzeugt wird ohne Chance auf Selbstheilung und deren Unterstützung. Medikamente können sogar die Selbstheilungsprozesse unmöglich machen. Eine Unterlassung psychotherapeutischer oder mentaler Therapien sollte verklagbar werden. Die Vorurteile der Materialisten haben sich gesellschaftlich durchgesetzt zum Schaden von Patienten. Man kann also nur jedem Kranken raten, die Gesundung in die eigene Hand zu nehmen oder sich einen Arzt zu suchen, der etwas von ganzheitlicher Behandlung versteht.

Bewusstseinsarbeit leisten gegen Ablenkungen

Clemens Kuby ist ein Kritiker der Schulmedizin, die ihm Unheilbarkeit attestiert hatte. Er hat sich nach seinem schweren Unfall, der zu einer Querschnittslähmung geführt hat, gefragt, was in seinem Leben nicht stimmt und hat es geändert vorerst in Gedanken. Er wurde geheilt und kann sich heute normal bewegen. Viele Dinge hängen miteinander zusammen, sie müssen bewusst gemacht werden. Und Bewusstseinserweiterung, die leicht durch Askese erreicht werden kann,  ist heute kein esoterischer Begriff mehr, sondern beinhaltet die Möglichkeit, viel über sich selbst und die Welt zu erfahren. Man lässt sich hier nichts mehr vormachen  und wehrt sich gegen ein Verblödungssystem, das den unaufgeklärten Menschen zum Maßstab gemacht hat. Aber: Der  Körper ist durch den Geist veränderbar! Jeder, der an einer Erkrankung leidet, sollte sich bewusst machen, dass er über enorme eigene Kräfte verfügt, die er nicht durch Dauerablenkung und -unterhaltung vergeuden sollte. Bibliotheken sind daher wahre Heilanstalten und Bücher sind umfangreiche Briefe von Menschen, die es gewagt haben, selbst zu denken.

Nicht die Welt als Wille und Vorstellung

Clemens Kuby schlägt die Imagination und die Visionierung vor.  Es muss allerdings kritisch angemerkt werden, dass es sich nicht um die Welt als Wille und Vorstellung handeln kann, die auch Schopenhauer fälschlicherweise Hegel unterstellte. Vielmehr geht es um die kritische Auseinandersetzung mit der Welt, in die ich mich so einbringe, dass meine Ziele auch Realität werden können. Ohne diese Differenzierung bleibt die Imagination unreif und naiv und kann zur Schädigung anderer führen. Geheilt bin ich dann, wenn ich mich durchhalte in Übereinstimmung mit dem real Möglichen. Wille und Gegenwille z.B. bezüglich einer Partnerschaft bildet keinen Kompromiss, sondern setzt die Grenze des Machbaren. Nicht alles ist veränderbar. Das Falsche bzw. das Unpassende muss überwunden werden.

Clemens Kuby: Mental Healing. München 2010. 5. Auflage

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*