Der notwendige Paradigmenwechsel

Die Menschheit ist extrem herausgefordert durch Pandemie und Krieg. Einerseits ist Endzeitstimmung. Aber andererseits öffnet sich die Welt über ein neues Bewusstsein und seiner beeindruckenden Transformationsmöglichkeiten für die Zukunft

Einige Debatten sind derzeit eher resignativ und vermitteln ein düsteres Bild vom zunehmenden Rückgang des Wohlstandes. Damit ist aber nur die materielle Seite gemeint. Wir haben aber die Möglichkeit, unsere Lebensqualität durch Bewusstsein trotz der schwierigen Lagen zu verbessern, indem wir uns fragen, was wir wirklich für ein gutes Leben brauchen. Verarmungsängste entstehen oft aus einem Mangel an Kreativität, die wir verlernt haben. Unsere Versorgungsmentalität hat unsere Selbstkompetenz geschwächt und wir fürchten nun, dass wir mehr auf uns selbst gestellt sind. Aber gerade darin liegt eine Chance zum inneren Wachstum, das aufgrund des ständigen materiellen Wachstums zu kurz gekommen ist. Dieser Zusammenhang ist nur allzu deutlich. Nur die innere Entwicklung höherer Einsichten auch in die gemeinschaftliche Lösung von Problemen vermag uns neue Perspektiven aufzuzeigen und vor allem neuere Erkenntnisse in unser aller Leben besser zu integrieren sowie für alle erreichbar zu machen. Dafür bedarf es der Aufklärung über Zusammenhänge und auch neue Möglichkeiten der Gesundheit und Heilung öffentlich zu machen.

Der Wert der Demokratie

Institutionen arbeiten immer langsamer und verlieren nicht selten den Kontakt zur Gesellschaft, die von ihnen nicht mehr so richtig profitiert. Die vielfältigen Abspaltungen treiben eine Gesellschaft in die Enge und schwächt die demokratischen Kräfte. Demokratie hat aber auch mit Zuversicht und Engagement zu tun. Und negatives Denken macht irgendwann krank. Auch wenn die Verhältnisse problematisch sind, gibt es Hoffnung auf einen Wandel, der unser aller Leben verbessern kann durch Besinnung und Erweiterung unserer Bewusstseinsvermögen. Wir haben uns gesellschaftlich und persönlich in Sackgassen hineinmanövriert und wissen den Ausweg nicht mehr, identifizieren uns mit den Problemen und verlieren so den Überblick. Den freiheitlich-demokratischen Werten sollten wir nicht mit Zynismus begegnen, sondern hierin die Chance sehen, dass die Evolution auch einer Gesellschaft möglich ist und so ganz neue Formen des Zusammenlebens und der Bewältigung entstehen. Es kommt so etwas in Bewegung, was schon viel zu lange immer denselben Prämissen und Paradigmen gefolgt ist. Eine offene Gesellschaft ist nur möglich, wenn auch der Einzelne das Vermögen hat, sein Denken und Fühlen zu öffnen für die Überwindung eigener innerer Beschränkungen und mechanistischer Determinierungen. Es ist viel  mehr möglich, als wir heute glauben. Wenn wir das Potential aller Regenerierungen begreifen, indem wir unser Denken und Verhalten ändern und Verantwortung für uns und die Natur übernehmen, haben wir eine lebenswerte Zukunft.

Gehen wir lieber ins Ganze als ins Detail

Reformstau ist immer Ausdruck einer Fehlhaltung. Wir dürfen uns aber nicht zurückziehen, sondern müssen uns dort engagieren, wo Zukunft gedacht und entwickelt wird. Dies geschieht schon ansatzweise an vielen Orten und zeigt die Notwendigkeit von Fortschritt vorerst im Denken. Alle Analyse und Kritik braucht einen höheren Standpunkt, von dem aus das Ganze in den Blick gerät, weshalb wir heute eher integral und interdisziplinär denken müssen und weniger spezialisiert. In den Universitäten ist ein Studium generale nicht mehr erwünscht, was auch deutlich zeigt, dass wir auf dem falschen Dampfer sitzen und uns so in auswegslose Situationen verstrickt haben. Die synthetisierenden und konstruktiven Leistungen bzw. Denkweisen sind auf der Strecke geblieben und das Ergebnis ist Resignation. Wir haben die heilenden und transzendierenden Vermögen verlernt und auch noch nie so deutlich thematisiert, wie dies zurzeit doch möglich ist. Energie ist der Lebensmotor. Wenn der Einzelne erfährt, wie er ohne Ausbeutung und Zerstörung zu neuer Energie kommt, dann hat er die Lebensgesetze verstanden. Es liegt an uns, ob wir in der Lage sind, eine lebenswertere Zukunft zu bewirken und somit auch Einfluss auf Politik und Institutionen zu nehmen. Wer sich ohnmächtig fühlt, der hat seine eigene innere Freiheit nicht erfahren, die gestalten will und kann. Gefragte sind überall innovative Ideen gegen zu viele Verkrustungen, die unser Leben und unsere Gesundheit behindern.

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