Der amputierte Mensch braucht wieder mehr spirituellen Geist

Wenn wir uns genauer an das erinnern würden, was uns Jesus Christus schon vor über 2020 Jahren gesagt und gezeigt hat, stünden wir besser da in Bezug auf Heilung, Sinn und Verantwortung bzw. Achtsamkeit für die Natur und gegenüber anderen

Letztlich kommen wir nicht umhin, in die Grenzgebiete unseres Daseins zu schauen, denn hier liegt die Antwort auf so viele Fragen. Die reduktionistische und materialistische Politik vor allem seit den 90er Jahren in Deutschland, die den Menschen viel zu stark funktionalisiert und instrumentalisiert hat, schuf ein Ausgrenzungssystem, unter dem sehr viele Menschen noch heute leiden. Eine Partei, die sich christlich nennt, aber alles andere als christlich ist, muss dafür zur Verantwortung gezogen werden, denn der Lobbyismus derjenigen, die ohnehin schon Privilegien hatten, nahm zu gegen die Geisteswissenschaften und gegen die Komplementär- und Alternativmedizin. Alles, was sich naturwissenschaftlich beweisen ließ, bezeichnete man als real. Diese Einschränkung der Realität ist der größte Fehler der Neuzeit, denn es kam nicht nur der Sinn abhanden, sondern auch das Wissen um Heilung, die Heilkunst. Auf die wies Jesus Christus immer wieder hin. Der Mensch habe ein Potential der Selbstheilung, wenn er eine höhere Intelligenz, einen transzendenten Geist anerkenne, der ihn von seinem kleinen Ego befreit und er so in den Bereich der Kreativität der Lösungen hineinwächst. Hier findet er die Antworten, die seine Probleme beleuchten, erklären und überwinden. Und das sind nicht nur leere Phrasen, sondern das kann jeder für sich selbst ausprobieren. Es kostet nichts, bringt aber so viel Zuversicht und Heilkraft ins eigene Leben, vor allem aber auch Durchblick. Man sollte sich auch fragen, ob Jesus Christus mit dieser Kirche einverstanden wäre, die Kriminelle deckt und Geschiedene und Homosexuelle etc. ausstößt.

Höhere Intelligenz erfolgt nicht durch Selbstoptimierung sondern durch  Selbstrelativierung

Jesus Christus war auch der Levitation mächtig. Hier ist wohl eine enorme spirituelle Energie notwendig, um die Schwerkraft überwinden zu können. Es gibt diese Phänomene, auch wenn viele Materialisten dies nicht begreifen wollen. Diese Möglichkeit der Überwindung der Schwerkraft ist etwas, das dem Menschen möglich ist. Und wenn er prinizipiell die Schwerkraft überwinden kann, dann kann er auch viele Krankheiten, Schmerzen und andere Unpässlichkeiten besiegen. Auch die Wiederauferstehung als geistiges Wesen ist eine so heilsame Prophezeiung, die uns achtsamer und ehrfürchtiger machen sollte. Eine Verankerung im energetischen transzendenten Geist ist die eigentliche Versicherung gegen jede Form des Leids. Leid ist also ein Ausdruck auch der Ungläubigkeit, denn sie hat die Macht des transzendenten Geistes noch nicht erkannt. Wer aber den eigenen beschränkten funktionalen Geist, den viele für so wichtig und unabdingbar halten, nicht überschreiten kann, weil er an seinem kleinen Ego hängt, der wird kein Bewohner von Gottes Reich. Wir sollen nicht unsere Identität aufgeben, aber auch erkennen, dass alles ganz anders sein könnte und damit relativ ist. Wer sich verabsolutiert, idolisiert sich und leidet weiter in den eigenen Egogrenzen, sieht hier oft auch keine Perspektive für die Verbesserung unseres allgemeinen Daseins, das alles andere als perfekt ist. Die Spontanphänomene aus einer geistigen Welt beweisen die Richtigkeit der Aussagen, die uns Jesus Christus vor so langer Zeit nahe gelegt hat und die wir einfach ignorieren und vergessen haben und uns auch deswegen immer schäbiger verhalten und Institututionen Menschen weiter quälen mit ihren falschen Annahmen über die menschliche Existenz, wie es vor allem in der Psychiatrie der Fall ist. Ein Pathologisierungssystem ist ein Ausgrenzungssystem und kein Heilungssystem. Heilung ist immer Integration und Achtung, die aber dieses System nicht zustande bringt. Es drängt Menschen mit psychischen Erkrankungen immer weiter an den Rand auch durch Entrechtungen. HIlfe wäre ganz anders organisierbar, ohne Betroffene immer wieder nur neu zu verletzen dann auch noch in ihren Grund- und Menschenrechten. Deren Empörung wird dann auch nocht allzu gerne von diesen Autokraten pathologisiert. Dieses Inkompetenzsystem giert nach Macht.

Keine Wissenschaft ohne Spiriualität

Solange kranke Menschen archaisch und primitiv ausgeschlossen werden sogar von der demokratischen Teilhabe, solange ist ein Staat und eine Gesellschaft degeneriert oder nicht christlich zivilisiert. Früher wurden psychisch Kranke vergast, heute mit lebensbedrohlichen Medikamenten abgespeist, als gäbe es keine Alternativen. Aber man erinnere sich an die Worte von Jesus Christus, denn er weiß um die Alternativen, die Menschen wieder in die Entwicklung bringen und so wieder in das Leben integrieren. Diese neue Energie steht jedem zur Verfügung, er muss nicht auf einen Heiler, auf eine Guru, auf einen Therapeuten warten, der dann oft auch nur das eigene Verfahren anwenden will, aber dem Leidenden selten gerecht wird. Höhere Intelligenz ist auch sehr rar und einen weiten Horizont habe eben nur wenige, die dann eben auch verstehen und interpretieren können. Das kann man nicht so ohne weiteres qua Medizin- und auch nicht durch ein Psychologiestudium. Das Denkmögliche und die erweiterte Realität müssen antizipiert werden, damit der Weg wieder frei wird für die Neugestaltung und für die Selbstheilungskräfte, die jeder Mensch hat, der zu einer höheren Orientierung fähig ist und die Beschränktheiten des konventionellen Verstandes hinter sich lassen kann. Es gibt eine geistige Welt und Energie, die uns tiefere Wahrheiten vermitteln kann gegen die Ignoranz und die Resignation. Die Schaffung einer eindimensionalen Welt dient der Manipulation von Menschen, die so abgehalten werden, dieses Dasein  zu durchschauen in seinen defizitären Strukturen, durch die zu viele Menschen ihr Einkommen bestreiten. Willy Brandts Demokratie wagen bekommt so eine ganz neue Bedeutung, denn was wir als falsch und menschenfeindlich erkennen, müssen wir ändern. Das ist unsere christliche Pflicht und der Auftrag, den Jesus Christus an jeden einzelnen richtet, das ganze Spektrum unserer Existenz zu erkennen und Menschen nicht wie Sondermüll zu behandeln.

Was ist Rationalität

Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass diese Gesellschaft sich in eine freiheitlich orientierte und in eine dogmatisch determinierende spaltet. Beides lässt sich schlecht vereinbaren. Aufklärung beinhaltet auch immer eine gewisse Skepsis den Wissenschaften gegenüber. Wir wissen noch längst nicht alles, tun aber so, als hätten wir alles erreicht

Die Materialisten verstehen unter Rationalität naturwissenschaftliche Beweisbarkeit und bedenken nicht, dass der Geist Welt, Kultur und Erkenntnisse schafft und damit nicht  naturalisiert bzw. materialisiert werden kann. Aufklärung heißt also nicht, dass alles beweisbar sein muss, sondern wir müssen gute Gründe finden. Der Materialismus ist die Eindimensionalisierung unseres Daseins, womit diese Vertreter offenbar  keine Schwierigkeiten haben. Sie funktionalisieren und instrumentalisieren so den Menschen. Sie berauben uns der geistigen Komplexität und der damit verbundenen Möglichkeiten, Realitäten zu erzeugen, die bisher keine sind. Solche Kulturleistungen lassen sich nicht verwissenschaftlichen, sind aber für die Evolution von Gesellschaften notwendig. Menschen haben heute zum Glück die Möglichkeit, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und viele machen vergleichbare Erfahrungen, die eben eine Realität konstitutionieren, der aber auch eine eigene Dimension entspricht. Wir sollten bedenken, dass der Geist nicht naturalistisch verstanden werden kann. denn er könnte sonst nichts denken ud erfinden, was  mit Natur nichts zu tun hat wie Computer, Autos etc. Wir würden so wahrscheinlich noch in der Höhle wohnen. Die Sphäre des Geistes ist also unabhängig und hat damit eine eigene Seinsberechtigung. Das Gehirn ist eine Art Sprungbrett. Erkenntnisse kommen definitiv nicht aus dem Gehirn. Aber wir wissen noch zu wenig über den Geist, der so vieles kompensieren kann und selbst nichts Materielles ist. Hier beginnt ein kleines Wunder. Menschen mit irgendeinem Handicap sind oft sehr geistvolle Zeitgenossen. Man denke bitte endlich darüber nach!

Sogenannte Normalität ist  oft nur Mittelmaß

Wir müssen den Begriff der Rationalität dahingehend erweitern, dass alles rational ist, was Sinn macht und gute Gründe hat, denn das hilft dem Menschen wirklich weiter und nicht irgendwelche beschränkten Einsichten, von denen absehbar ist, dass sie irgendwann falsch sind. Davon gibt es viele. Aber sie werden mit einer Penetranz und Autorität vertreten, die nur auf Beschränktheit zurückschließen lässt. Leider ist das wohl die Mehrheit, die einen Mangel an Denken offenbart und leider oft auch dominieren will. Macht ist oft dumm und korrupt und will keine Bedenken, keine Zweifel, keinen Diskurs. Hier wird nicht diskutiert, hier wird indoktriniert und durchgesetzt  auch gegen alle Vernunft und möglichst verboten, was dem naturwissenschaftlichen Maßstab widerstrebt oder durch ihn nicht messbar ist. Aber man sollte bedenken, dass unser Geist, der erfindet und entdeckt, sowieso nicht messbar ist. Keinem Gedanken kann eine bestimmte materiale Struktur zugeordnet werden. Erfahrungen somatisieren sich, sind aber über einen Geist auch wieder veränderbar, der sich über sie erhebt. Wäre alles naturalistisch determiniert, gäbe es kein Entrinnen, keine Heilung. Leider verharren an diesem Punkt viele, die sich eigentlich um Heilung bemühen sollten. Aber sie werden zu Handlangern eines Fehlverständnisses des Menschen und wir grenzen aus, stigmatisieren und diskriminieren. Der Maßstab der Normalität ist oft erschreckendes Mittelmaß. Der naturalistische Fehlschluss ist noch lange nicht überwunden und bremst so viele Möglichkeiten schlichtweg aus. Das ist tragisch.

Der universelle und wirksame Geist kennt kein Handicap

Wir sollten auch bedenken, was hinter den Begriffen Erlösung und Erleuchtung durch den spirituellen Geist wirklich steckt. Es ist die Emergenz,  Körper und Gehirn zu überwinden und damit die Determiniertheit. Wenn wir diese Möglichkeit leugnen, betrügen wir den Menschen um seine Gesundheit udn um seine Möglichkeiten.  Das hat auch Maslow schon erkannt. Wir werden deswegen nicht zu körperlosen Wesen, aber wir können den gesamten Organismus neu informieren, damit er die Energie un die Informationen für die Reparaturleistungen erhält.  Für alle Selbstheilungen ist ein Darüberhinaus unabdingbar, da Neustrukturierungen leichter und schneller vonstattengehen und langes Üben nicht notwendig ist. Der Gehirn-Geist denkt eher funktionalistisch und ist wichtig für die Alltagsbewältigung. Der transzendente Geist ist die Sphäre des Sinns, der Erschaffung von Neuem, er ist schöpferisch, weil er nicht determiniert ist und sich nicht an Naturgesetze hält. Das ist seine Freiheit und hier wird erst wirklich das menschliche Potential offenbar. Musik, Kunst, Literatur , der transzendente Geist sind die Dinge, die uns verbinden und uns daran erinnern, dass wir achtsam miteinander umgehen müssen. Niemand wird hier ausgeschlossen und an den Rand gedrängt. Solche wichtigen Integrationsmaßnahmen reparieren die Schäden, die Determinierer, Verhinderer und andere Beschränkte anrichten. Leider tun sie dies immer noch Tag für Tag. Die Hoffnung bleibt, dass sie immer weniger werden und der Rest begreift, worauf es in diesem Leben wirklich ankommt. Die Kleingeister sind das Problem und zwar in allen sogenannten „Schichten“.

 

Sexueller Missbrauch in Religionen

Die Arte-Dokumentationen vom 13.09.22 haben gezeigt, dass sich der sexuelle Missbrauch nicht auf die katholische Kirche allein beschränkt. Wie ist es zu bewerten, dass gerade der Bereich der Spiritualität so degeneriert in den Religionen. Und es sind sicher alle Religionen davon betroffen. Aber Spiritualität muss gerettet werden vor diesem Niedergang in den Konfessionen

Nun gibt es wohl keine höhere Religion, die aufgrund ihrer Spiritualität und ihrer Einsichten die Verantwortlichen zu besseren Menschen machen würde, was dem Buddhismus lang nachgesagt wurde.  Spiritualität und Macht bzw. die Gewissheit, Einfluss auf Menschen zu haben, scheint die niedrigsten Beweggründe zu aktivieren. Priester und Gurus unterscheiden sich hier wenig. Schutzbefohlene und Abhängige werden dem eigenen Nutzen und Trieben unterworfen und missbraucht. Das ist ungeheuer primitiv und bezeugt, dass es nur ganz wenige Menschen gibt, die man wirklich spirituell nennen darf. Das ist eher eine bittere Erkenntnis und sollte Menschen dahingehend warnen, sich irgendjemandem zu überantworten. Kinder haben hier gar nichts verloren. Sie dürfen nicht einem System unterworfen werden, das sie nicht einschätzen können. Sie gehören unter den Schutz der Eltern, die hoffentlich in der Lage sind, den auch zu gewährleisten. Aber auch hier gibt es sicher Defizite. Menschen suchen nach Antworten und Sicherheiten, nach Erlösung vom Leiden und geraten nur allzu oft in die Fänge von Scharlatanen. Es darf aber nicht das ganze Projekt Spiritualität in Misskredit geraten, weil sich die Religionen auf Abwegen befinden. Wir brauchen diese Hoffnung auf ein geistiges Erwachen gegen jede Form des Missbrauchs.

Der Körper ist ein Ego

Wahre Spiritualität kultiviert die geistigen Kräfte und überwindet die Tyrannei des Körpers, der meistens aus triebhaftem Eigennutz handelt. Wer also zu sehr in seinem Körper bleibt, der ist nicht erleuchtet. Es geht nicht um Körperfeindlichkeit, sondern um die einfache Tatsache, dass der Mensch in seiner animalischen Triebhafltigkeit steckenbleibt und so weiter degeneriert, wenn er  über Macht und Manipulation diese Triebe auslebt. Dabei scheint es so, dass der Mensch dem Tier sogar nachsteht, denn das Tier schützt seine Nachkommen. Viele wollen Spiritualität und Sexualität in Einklang bringen vielleicht im Rahmen einer Ehe oder Partnerschaft. Aber in spirituellen Gruppen und Gemeinschaften hat dieses Thema nichts zu suchen. Es beschädigt und zerstört den Glauben an eine bessere und einsichtsvollere Welt, die wir so dringend brauchen. Wer Erfüllung in der Sexualität sucht, der wird auch nicht glücklich durch  einen spirituellen Anspruch. Wir gewinnen keine höheren Einsichten, wenn wir dem Körper folgen und dem Körper die Vorherrschaft lassen, unser Handeln zu bestimmen. Diese Egohaftigkeit macht überall Probleme und ist absolut kein Ausdruck von Entfaltung. Das Steckenbleiben in Körperstrukturen verhindert die Evolution der Menschheit. Das Wesen der Spiritualität ist der reine Geist und nicht die Sexualität, die sich nur auf den Körper bezieht und in den Körper führt. So ganz ist das den ernannten und selbsternannten Vertretern in den Religionen wohl nicht klar.  Und wer meint, er würde über die Sexualität erleuchtet, der hat nur einen kompletten Dachschaden.

Diskurs statt Gehorsam auch im Spirituellen

Viele machen die Erfahrung, dass der transzendente Geist befreit von der Enge der Ichkultur, die bei entsprechenden Machtstrukturen alle Regeln bricht, um sich selbst auszuleben. Die Vermutung liegt  nahe, dass hier tatsächlich wenig spirituelles Vermögen vorhanden ist. Menschen sollten also skeptisch bleiben, wem sie hier vertrauen. Blinde Gefolgschaft nährt die Allmachtsphantasien dieser Scheinheiligen, die nicht verstanden haben, was wahre Heiligkeit wirklich bedeutet. Die finden wir nicht an jeder Straßenecke und nicht bei jedem Priester, auch wenn die Kirche diesen Anspruch vertritt. Menschen sollten lieber auf den Austausch von Erfahrungen setzen als auf Gefolgschaft. Es muss alles verhandelt werden, um bessere Verständigung zu erreichen. Dieser blinde Gehorsam schädigt unsere Kinder, die sich nicht unter optimalen Bedingungen so ohne weiteres alles gefallen lassen. Aber diese Fähigkeit wird allzu oft gebrochen und Kinder werden zu kranken und unglücklichen Erwachsenen. Mehr Geist und weniger Körperorientierung wäre schon einmal ein Weg zur Erleuchtung, die uns ja nicht nur befreit, sondern uns auch die positiven Möglichkeiten dieses Lebens eröffnet zu gestalten und bessere Lebensbedingungen zu schaffen gegen den Sog zur Degenerierung und Dekadenz bzw. zur sexuellen Kriminalität. Wenn also Religionen diskursfähiger werden und damit Kritik zulassen würden, würden diese Systeme nicht so entarten. Dafür bedarf es eben vor allem hier möglichst basisdemokratischer Verhältnisse. und die Gleichberechtigung von Suchenden. Kinder allerdings soll man das Leben selbst entdecken lassen und sie vor denen schützen, die sie für ihre abartigen Interessen instrumentalisieren. Wir sehen auch, dass eine überkonfessionelle Spiritualtiät notwendig ist, die sich keinem anderen Menschen und System unterwirft, sondern kritische Fragen stellt und sich dem Diskurs öffnen muss.

https://www.arte.tv/de/videos/097605-000-A/zoelibat-der-katholische-leidensweg/

https://www.arte.tv/de/videos/095177-000-A/buddhismus-missbrauch-im-namen-der-erleuchtung/

God bless America!

Vemeintlicher Wohlstand wie in Deutschland bedeutet noch lange nicht Glück und Gesundheit. Das ist mehr als deutlich. Hier ist man eine gewisse Menschenfeindlichkeit einfach nicht losgeworden, die aber auch wohl alle irgendwie bedrückt

Die Tendenz, Menschen in die Unmündigkeit zu treiben und ihnen die Selbstverantwortung zu nehmen, können und wollen sich andere Länder gar nicht leisten. Also erhalten sie dort auch die Chance für den Wiederaufbau, wenn sie einmal gescheitert sind auch durch Krankheiten. Ein System, das nur allzu leicht ausgrenzt auch aus dem Arbeitsleben und oft konsequent weitere Abbaumaßnahmen initiiert, muss sich die Kritik gefallen lassen, dass es immer noch dazu neigt, Menschen ins Abseits zu befördern unter dem Deckmantel erklärter Fürsorge. Nun führt das zu einem enormen Pflegebedarf. Gerald Hüther erklärt immer wieder eindringlich, wie wichtig es ist, sein Gehirn oder seinen Geist zu aktivieren. Er sagt, das Gehirn ist so, wie man es benutzt. Und der Körper ist ebenfalls ein Resultat geistiger Aktivität oder eben Inaktivität. Wer resigniert und das Leben nicht mehr als positive Herausforderung betrachtet, wird abhängig von der Fürsorge anderer. Krankheiten müssen kein Hindernis sein, das Leben zu bewältigen. Sicher, wer nicht kann, der soll auch in Ruhe gelassen werden, aber er soll sich auch wieder für Dinge begeistern können und sich mental aufbauen.

Eine Kultur der Möglichkeiten ist eine Kultur der Gesundheit

In Amerika legt man Menschen, die Ehrgeiz und Interesse haben keine Steine in den Weg. Wer etwas leisten möchte, der erhält auch oft eine Chance – egal, unter welcher Einschränkung er möglicherweise leidet.  Elyn Saks ist Professorin für Recht, Psychiatrie, Psychologie und Verhaltenswissenschaften in Californien. In ihrem 16. Lebensjahr ist sie an Schizophrenie erkrankt, einer Krankheit, die heute leider immer noch dämonisiert, als degenerative Erkrankung missverstanden und auch kriminalisiert wird. Elyn Saks ist eine absoute Spezialistin und ein Glücksfall für die Wissenschaft, denn sie kennt beide Seiten einer Erkrankung und sie ist ein Beweis für die Falschheit der vielen Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen. Es geht hier auch um ein Potential, das man entweder aussetzt wie in Deutschland oder eben befördert. Eine Karriere, wie sie nur in Amerika möglich ist. Es ranken also nur Vorurteile um diese Erkrankung auch insbesondere durch Ärzte, die letztlich viel Unbewiesenes dogmatisch vertreten. Der Zusammenhang von Ungewissheit und Dogmatik ist ja weitgehend bekannt und wird dann oft zu einem Phänomen der Intoleranz und der Stigmatisierung. In Amerika ist man wesentlich vorsichtiger und schaut sich die Dinge genauer an, wo hier in Deutschland pauschalisiert und Stereotypien verbreitet werden. Man differenziert hier nicht und hat auch kein Interesse daran, denn da wartet ja ein Abschiebesystem, das als sozial deklariert wird. Menschen brauchen aber die Teilhabe und gute Beziehungen zu möglichst hochqualitativen Leuten, also Menschen, die es gut meinen und unterstützen vor allem auch die eigene Entwicklung, die lebenslang anhält und erst mit dem Tod endet. Man sollte sich auch fragen, was man eigentlich unter Identität versteht. Wer sich Neuem gegenüber öffnet, der wird innerlich wachsen und beweglich bleiben, wer stehenbleibt, wird verhärten und Strukturen befürworten, die einengen.

Wo Wandel und Veränderung als Chance anerkannt wird

Der Grund, warum Deutschland kein Land der Hoffnung und der Zuversicht ist, Menschen auch immer wieder ausgrenzt, liegt an der Mentalität, die nicht integrierend ist und nicht wirklich offen. Es ist eine Form der Menschenfeindlichkeit zu erkennen.  Nur allzu leicht verfällt diese Mentalität der Versuchung, Menschen an den Rand zu drängen und hier zu verwalten durch ein bürokratisches System. Das macht keine Freude und inspiriert niemanden. Die dunkle Wolke der Resignation hängt über einer Bestrebung nach Vereinheitlichung, die vor allem in Amerika undenkbar ist. Eigeninitiatve wird hier belohnt, in Deutschland oft sabotiert und unterminiert. Auch ein allgemeiner Pathologisierungswahn führt hier deutlich zu negativen Konsequenzen für Betroffene. Schon Brüche im Lebenslauf verdächtigen Menschen und erregen Misstrauen. Die Bereitschaft zur Verständigung ist auch eher gering. Menschen sind aber lebendige Wesen, die ständig einem Wandel unterliegen. Wir müssen uns auch an diese Fähigkeit immer wieder erinnern, anstatt zu erstarren. Diese Wandelbarkeit ist ein evolutiver Vorteil, wird aber nicht in allen Kulturen entsprechend gewürdigt. Festlegungen, Determinierungen führen oft in die Auswegslosigkeit und zur inneren Kapitulation. Durchschauen wir also die Kulturen besser und lernen von denen, die die besseren Voraussetzungen für Glück und Gesundheit besitzen. Auch in der Schweiz wurde basisdemokratisch beschlossen, dass Naturheilmittel und alternative Maßnahmen im Zuge der Erkenntnis ganzheitlicher Gesundheit von den Krankenkassen bezahlt werden. Wer also Glück und Gesundheit sucht, der mache sich wohl besser auf den Weg…

https://gould.usc.edu/faculty/centers/saks/

Gerald Hüther: Etwas mehr Hirn, bitte. Eine Einladung der Wiederentdeckung der Freude am eigenen Denken und der Lust am gemeinsamen Gestalten. Göttingen 2015

Der transzendente Geist

Wir erfahren mehr und mehr auch die Begrenztheit von wissenschaftlichen Erkenntnissen, die nur bis zur nächsten Fallifizierung gültig bleiben. Wissenschaft braucht die Spiritualität, die höhere Einsichten vermittelt und damit die Richtung weisen kann und muss

Wir haben auch dank Ken Wilber den Gehirn-Geist unterscheiden können vom Geist-GEIST, den wir als den a-kategorialen transzendenten Geist erfahren. Seine Realität will heute keiner mehr missen, aber er wird von den Materialisten weiter bestritten. Seine Notwendigkeit zeigt sich aber mehr und mehr, weil das rationale, sezierenden und analytische Denken meistens keine Lösungen weiß. Es kommt nicht ins Ganze und verliert sich im Detail. Alles wissenschaftliche Denken, das Gesetzmäßigkeiten ergründen will, erhält nur die Antworten auf die Fragen, die man gestellt hat und ist so auch immer eine Konstruktion. Sicher, es gibt Wahrheiten, aber das Ausmaß ihrer Gültigkeiten ist nicht gesichert. Auch wissenschaftliche Erkenntnisse dürfen nicht absolut gesetzt werden und sind immer voräufig bis zur nächsten Entdeckung. Diese Unsicherheiten sind einerseits beunruhigend, aber auf der anderen Seite beinhalten sie auch die Ahnung und Hoffnung, dass alles doch ganz anders sein könnte.

Wir schaffen mit neuen Tatsachen immer auch Welt

Der transzendente Geist ist eine Erfahrungstatsache, die viele Menschen machen und die letztlich auch wichtig ist für unsere Gesundheit und für die Lösung von Problemen, die die Wissenschaft eben noch nicht lösen kann. Wir sind ihr hier in gewissser Weise immer voraus und das ist gut so, denn wir bleiben skeptisch in Bezug auf das Dogma unveränderlicher Erkenntnisse. Wir wollen hier nicht bestreiten, dass es allgemeingültige Wahrheiten gibt, was auch Markus Gabriel in seinem neuen Realismus propagiert gegen einen Monismus, der alles zur Materie erklären will. Wir brauchen also den Dualismus von Descartes oder sogar den Pluralismus von Leibniz – so Gabriel. Mir fallen hier nur drei Subatanzen ein: Geist, Materie, Energie. Aber diese Unterscheidungen ließen sich bestimmt erweitern. In gewisser Weise stecken wir also in einem determinierten Geist fest, wenn wir den transzendenten Geist negieren, der uns befreit, der harmonisiert und der die engen Egostrukturen auflösen kann für eine erweiterte Erfahrung von Verbundenheit mit anderen transzendenten Geisteshaltungen. Dieses Darüberhinaus ist unsere Rettung auch für die Heilung von Krankheiten, die oft negative Beziehungserfahrungen – so Gerald Hüther- beinhalten. Der Mensch ist angewiesen auf andere Menschen. Ein feinstoffliches Bewusstsein für die Verbundenheit vor allem mit Gleichgesinnten ist eine Versicherung für ein Leben in Zuversicht.

Der transrationale Geist ist nicht irrational

Ein Geschenk des Himmels ist der transzendente Geist nur dann, wenn ich ihn mir bewusst mache durch Bewusstseinsarbeit. Er ist aber kein flüchtiges Gebilde, sondern er manifestiert sich dort, wo er gebraucht wird. Sein Vorhandensein hat eine ontologische Qualität und ist keine Einbildung, was man an seiner Wirkkraft bemerkt. Er holt den Menschen aus seiner chronischen Überfordertheit heraus und weist den Weg in eine erträglichere Zukunft, für die wir sehr gute neue Ideen brauchen. Rationales Denken hat keine Kriege und kein Elend verhindert. Noch Kant beschwor die reine Vernunft. Die aber reicht nicht aus, um unser Leben auf diesem Planeten zu sichern. Wohlgemerkt wollen wir die Vernunft nicht schmälern, aber wir brauchen eine weitere Orientierung für die Heilung des Menschen und des Planeten. Eine transrationale Fähigkeit besteht darin, Verbundenheit nicht nur im kategorischen Imperativ zu denken, sondern auch zu fühlen. Hier kommen wir dann in den Bereich des Ganzheitlichen, das uns mit einer neuen Qualität bereichert.  Ohne irgendeinen Zusammenhang bleibt alles fragmentiert und macht keinen so rechten Sinn. Diese Sinngebungsoption ist unsere geisig-seelische Rettung und damit auch eine faktische. Wir schaffen also Tatsachen, die der Wahrheit entsprechen und über die wir uns verständigen können. Damit wird unsere Welterfahrung ständig erweitert und geöffnet für Möglichkeiten, die wir heute noch nicht sehen aufgrund unserer eingeschränkten Vernunft, die sich noch viel zu sehr am Gehirn-Geist orientiert. Wir können den Körper nicht verlassen, aber wir müssen auch ihn besser informieren über höhere Erkenntnisse, damit er uns lange erhalten bleibt.

Paranormale Phänomen bezeugen auf jeden Fall eine wirkmächtige geistige Welt

Ob es ein Leben nach dem Tod des Körpers gibt oder nicht, werden wir vielleicht nie wissenschaftlich beweisen können. Einiges spricht aber dafür, auch wenn Walter von Lucadou davon ausgeht, dass paranormale Phämonene Ereignisse sind, die Menschen durch Telekinese im Sinne einer quantentheoretischen Verschränkung mit Gegenständen selbst verursachen. Immerhin würde dies bezeugen, dass der Mensch über ungeahnte (hier aber meist unbewusste) geistige Fähigkeiten verfügt oder eben doch eine geistige Welt existiert, die wir von Zeit zu Zeit wahrnehmen können. Es bleibt unentschieden. Allein die Tatsache der Möglichkeit eines transzendenten Geistes schließt die Möglichkeit einer  jenseitigen Welt ein. Ich kann mich aber auch im diesseitigen Leben erlösen von all den falschen Überzeugungen, die das Leben schwer belasten.  Diese innere Freiheit ist das Ende des Leidens und die Entgrenzung des Gehirn-Geistes. Wir werden den allumfassenden Geist nicht so viel besser verstehen, wenn wir neurowissenschaftliche Forschungen betreiben. Wir müssen also über die naturalistische Wissenschaft hinausgehen, ohne sie ganz abzulehnen. Sie hat auf vieles keine Antworten wie auf die Fragen des Sinns dieses Lebens, den die Geisteswissenschaften nicht in Anbiederung an das materialistische beantworten sollten. insgesamt sollte unsere Denken auch weiblicher werden, damit es von den Motiven befreit, die uns trennen.

Markus Gabriel. Warum es die Welt nicht gibt. Berlin 6.Auflage 2021

Gerald Hüther: Männer. Das schwache Geschlecht und sein Gehirn.Göttingen 2009

Gerald Hüther, Wolfgang Roth, Michael von Brück: Damit das Denken Sinn bekommt. Freiburg. 6.Auflage 2013

Die Zukunft der Arbeit und soziale Gerechtigkeit

Wohlstand in den westlichen Ländern beruht auf Produktion meistens von Konsumgütern. Das erweist sich zunehmend als Dilemma, denn der Ressourcenverbrauch ist nicht unendlich ausweitbar. Was bedeutet das für die Gesellschaft und notwendige Reformen?

Richard David Precht schreibt in seinem intelligenten Buch Freiheit für alle: „Und Menschen, die sich unausgesetzt für die bei der Arbeit entgangene Lebensfreude materiell entlohnen  und immer wieder entlohnen müssen, sind, milliardenfach multipliziert, ein Sargnagel für die Menschheit.“ (S. 305) Das ist einerseits richtig, aber was würde es bedeuten, wenn Menschen verzichten und sich einschränken würden? Insgesamt würde die Wirtschaft schrumpfen, das Bruttoinlandsprodukt sinken und damit wären viele Dinge nicht mehr finanzierbar. Auch wenn sich Arbeit zunehmend auf Maschinen verlagert und eine Erwerbsgesellschaft zu einer „Sinngesellschaft“ – so Precht- mutiert, bleibt die Frage, was den Reichtum einer Gesellschaft ausmacht und wie Sozialleistungen finanziert werden können, wenn nur noch wenig produziert und konsumiert wird. Ein bedingungsloses Grundeinkommen, das wie viele ander auch Precht fordert, ist eine gute Idee, aber sie ist schlichtweg unmöglich, wenn die Produktivität nachlässt. Sicher, man könnte die Wertschöpfung umdefinieren. Aber das ist ein langsamer Prozess und eine radikale Umgestaltung der Gesellschaft.  Es ist auch ein Experiment. Immer intelligentere und nachhaltige Technologien und Produkte werden gebraucht für ein Überleben der Menschheit.

Arbeit ist mehr als elementare Bedürfnisbefriedigung

Die Arbeit der Zukunft soll sinngebend sein und die Entwicklung des Einzelnen befördern. Die Humboldtsche Idee auch der Persönlichkeitsentfaltung durch das  Ausbildungssystems wurde bis heute nicht realisiert. Wie soll dann eine Gesellschaft zu selbstbestimmter und kreativer Arbeit kommen, die dann ein Wirtschaftssystem trägt? Eine Reform des Schul- und Hochschulsystems ist laut Precht notwendig.  Es haben sich viele kluge Leute den Kopf zerbrochen über mehr Gerechtigkeit, die weitgehend befreit von entfremdender Arbeit, die in Zukunft einfach besser bezahlt werden muss aus Gründen des Ausgleichs. Heute sieht es aber so aus, dass Entfaltungsarbeit besser bezahlt wird. Potentialentfaltung ist wichtig für die Gesundheit. Das hat man erkannt. Aber was ist mit den Vielen, für die das nicht möglich ist und Arbeit eben die Grundbedürfnisse befriedigen muss. Letztlich leben wir längst in einer Zweiklassengesellschaft, in der sich einige selbstverwirklichen und andere für wenig Geld schuften müssen. Anerkennung finden heute Menschen, die sich entsprechend präsentieren, nicht aber Arbeiter, die die Dinge am Laufen halten. Haben wir nicht längst ein neues Sklaventum erschaffen, das wir zunehmend aus dem Ausland aufrecht erhalten? Im Englischen gibt es zwei Begriffe für Arbeit, die wichtig werden könnten: labour und work. Work ist der erweiterte Begriff von Arbeit und wird immer wichtiger und kann von jedem geleistet werden in welcher Situation er auch ist.

Gerechtere Lösungen halten eine Gesellschaft zusammen

Der Wert der Arbeit wurde und wird hochgehalten. Wer Arbeit hat, der ist ein Teil der Gesellschaft, der Rest wird geächtet und ausgegrenzt und es werden immer mehr, die aber doch Sinnvolles tun könnten und die Gesellschaft auch bereichern, wenn sie denn entsprechend entstigmatisiert wären. Wenn aber Erwerbsarbeit über Sinnarbeit gestellt wird, bleibt eine Kluft. Kreatives Potential schlummert in jedem – egal. ob er bezahlte Arbeit hat oder an etwas arbeitet, was der Gesellschaft zugute kommen kann. Es gilt also, Alimentierte zu motivieren gegen Suff, Raucherei und TV- Konsum. Sie könnten schon einmal damit beginnen, das zukünftige Bürgergeld als Chance zu begreifen, ihr Potential zu entfalten und sich nicht der Ausgrenzungstendenz zu unterwerfen als Bürger dritter Klasse. Es gibt keinen Grund zu warten auf politische Reformen, jeder kann sein Leben in die Hand nehmen und aktiv werden in seinem Sinne und nach seinen Vorstellungen. Auch das ist Freiheit. Sollten immer mehr Maschinen und künstliche Intelligenz Arbeiten ersetzen, bleibt immer noch die Eigeninitiative und die Gestaltungsfreiheit, die zur ganzheitlichen Gesundheit dazugehört. Die Solidargemeinschaft ist nur dann eine, wenn Menschen nicht diskriminiert werden wegen fehlender Erwerbsarbeit. Arbeit erhält also einen neuen Stellenwert in Bezug auf Sinnstiftung und Gemeinschaftsnutzen.

Richard David Precht: Freiheit für alle. Das Ende der Arbeit wie wir sie kannten. München 1.Auflage 2022

Psychiatrie ist eine von der Pharmaindustrie gesteuerte Pseudowissenschaft

Eigentlich sollten wir es heutzutage besser wissen, dass Chemie auf Dauer im Gehirn nichts zu suchen hat. Dieses hoch flexible, empfindliche und plastische Organ bedarf ganzheitlich heilender Maßnahmen. Psychopharmaka schädigen eindeutig das Gehirn und verhindern so die Heilung

In München arbeiten zwei große Universitäten mit der Staatspsychiatrie zusammen. Nun sollte man denken, dass hier Kompetenz und Wissen zusammentreffen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Universitäten sind auch längst nicht mehr die Hochburgen des Wissens und schon gar nicht der Weisheit. Ihre Anbiederungen sollten uns hellhörig machen. Dass sie sich aber mit einer eindeutigen Pseudowissenschaft wie der Psychiatrie gemein machen, ist nicht mehr hinzunehmen. Die Psychiatrie geht von teilweise schweren Denkfehlern und unhaltbaren Behauptungen aus. Man muss ihr vorwerfen, sie habe psychische Krankheiten bis heute nicht verstanden und ist faktisch weit davon entfernt, diese zu heilen. Wer Psychopharmaka als Heilung deklariert, ist wohl eher ein Sadist wie auch die Leute, die davon sprechen, dass die Staatspsychiatrie Menschen hilft. Kranke Menschen werden oft in die Psychiatrie eingeliefert, mit Medikamenten vollgepumpt und dann mit ihrer gesamten Problematik wieder entlassen. Die Medikamente machen dann auch noch jede sinnvolle Psychotherapie unmöglich, weil ein lösendes und waches Denken nicht mehr möglich ist. Das heißt, diese Psychopharmaka mögen kurzfristig helfen, aber sie verhindern langfristig die Heilung. Wir brauchen für jede Psychotherapie den ganzen Menschen, sein gesamtes Erinnerungsvermögen und seine gedankliche Beweglichkeit sowie sein Bewusstsein über seine Probleme.

Psychopharmaka chronifizieren mentale Erkrankungen

Wer heute noch behauptet, irgendeine psychische Krankheit beruhe auf einem „chemischen Ungleichgewicht im Gehirn“, der schafft so nur die Legitimierung einer chemischen Behandlung. Aber unsere Gehirnchemie ist genetisch nicht determiniert. Wir kommen ein wenig durcheinander aufgrund von Traumata, Verletzungen, Konflikte etc., die unsere Entwicklung behindern. So wissen wir nicht mehr wirklich weiter und die Großhirnleistungen brechen zusammen. Dieser Zusammenbruch ist jederzeit reversibel. Das hat die Natur so eingerichtet und das muss auch das Ziel jeder guten und heilsamen Therapie sein: der mentale Aufbau. Der Mensch muss wieder wachsen können, um sich wohlzufühlen und ein glückliches Leben führen zu können. Dies kann man unterstützen durch vor allem integrale Psychotherapie bzw. angewandte Bewusstseinswissenschaften. Psychopharmaka verursachen erwiesenermaßen Schäden im Gehirn, die ein Wachstum, ein Wohlbefinden und Gesundheit sehr schwer machen. Und dies gilt durchweg für alle Psychopharmaka. Sie behindern das Gehirn, das aber über einen erweiterten Geist ohne weiteres wieder regenerierbar ist, denn er kann die Ursachen verstehen, sie beheben und alles loslassen, was die Entwicklung einschränkt und so seine Großhirnleistungen wieder aktivieren. In den erweiterten Geist oder ins erweiterte Bewusstsein kommt man mit diesen Medikamenten nicht mehr bzw. es kann nicht wirken und Krankheiten chronifizieren so.

Unser Geist harmonisiert und regeneriert unser Gehirn

Alle psychischen Krankheiten sind mit Bewusstseinsverlusten und einer Einschränkung der höheren Gehirn- und Denkleistungen verbunden aufgrund der oben genannten Ursachen. Menschen in Krisen müssen also wieder aufgebaut werden durch entsprechende Psychotherapien, die in den Staatspsychiatrien nicht stattfinden. Medikamente lösen keine Probleme, verursachen aber eine Menge zusätzlicher Probleme. Ein kranker Mensch hat es sehr schwer, so wieder gesund zu werden. Wenn man dieses zum großen Teil korrupte System Psychiatrie nicht durchschaut, kann es wie vielen, vielen anderen Menschen das Leben kosten. Die Entdeckung der Bewusstseinstufen ist letztlich die Lösung, denn wir sind nicht verdonnert, auf einer einzigen Bewusstseinsstufe zu verharren, die oft keinen Ausweg kennt. Die Vermittlung von Zuversicht, Spiritualität (Glaube), Hoffnung und einer  unerschüttlichen Überzeugung, dass es für jeden mental kranken Menschen Heilung gibt, wäre die Pflicht von Ärzten, die sich fragen sollten, warum sie dieses Determinierungssystem unterstützen auch durch wahnwitzige Pathologisierungen, mit denen sich Menschen dann auch noch identifizieren sollen. Es fehlt auf der ganzen Linie an ganzheitlichem Denken und manchmal auch an jeder Form des Denkens. Da wird gelernt und nachgeplappert, aber das Gewissen regt sich nicht mehr. Dieses System ist im Ganzen noch genau so inhuman wie 1933.  Das bezeugen auch immer wieder die Vereinten Nationen.

Kompetenzverluste auf allen Ebenen

Diese Medikamente machen nicht nur den Körper krank und führen zu einer Atrophie des Gehirns, sondern verursachen selbst schwere Störungen, die Menschen tatsächlich unberechenbar machen können. Krankheiten selbst eher nicht. Auch das ist bewiesen. Aber die Pharmaindustrie verdient an den teuren Medikamenten ein Vermögen, was heißt, dass viel zu viele Menschen mit diesen Medikamenten behandelt werden. Hintergrund hier ist auch ein psychotherapeutischer Kompetenzverlust, der auch seine Gründe hat, die unter anderem darin zu suchen sind, dass das Psychotherapeutengesetz 1992 geändert wurde und sich nun jeder Schulmediziner Psychotherapeut nennen kann, obwohl der vom Menschen und seinem eigentlichen geistigen Potential nichts versteht. Das konnten die Geisteswissenschaftler schon eher, aber die dürfen es nicht mehr. Überall lauert eben ein erschreckender Reduktionismus, der an Dummheit grenzt. Professor Gotzsche hat ein wichtiges, ehrliches, mutiges und hiflreiches Buch zu dem Thema geschrieben mit wertvollen Tipps für alle Menschen, die wieder ein gesundes und würdevolles Leben in Lebendigkeit und Wohlbefinden führen möchten gegen eine verblödende Indoktrination durch ein System, das nur Symptome bekämpft, aber nichts von Heilung versteht.

Die unhaltbare Dopaminthese

Ich möchte hier nur stellvertretend für die vielen Denkfehler in der Psychiatrie die These nennen, die von einem allgemeinen Zuviel an Dopamin im Gehirn ausgeht, das für Störungen verantwortlich sein soll. Wenn diese These stimmen würde, müssten alle Hochleistungssportler verrückt sein oder Halluzinationen haben. Es kann also so nicht stimmen. Vielmehr geht es darum, wie bei allen mentalen Krankheiten, dass die höheren Gehirnfunktionen zusammenbrechen aufgrund von Traumata und es deswegen zu einer Überreaktion bzw. zu Halluzinationen (hier sammelt sich dann eventuell zu viel Dopamin an) in den Sinneszentren – die ja Unterzentren sind – kommt, die natürlich stressen können. Dopamin ist kein Stresshormon und kann an sich auch keine Unordnung im Gehirn verursachen, es ist auch ein Problemlösungsneurotransmitter.  Psychische Verletzungen schränken die Großhirnleistungen ein, hier wird also kein Dopamin mehr eingebaut (weswegen es in den Unterzentren zu Stauungen kommt), die Regulierungsfunktionen sind defekt. Notwendig wird also ein Wiederaufbau der Großhirnleistungen durch Psychotherapie, die von der Stressfalle entlastet, denn Halluzinationen stören. Oft wird so auch ein äußeres Problem nach innen verlagert, um es dort weiter verarbeiten zu können. Hintergrund: Es geht im wahren Leben nicht wirklich weiter, man ist steckengeblieben, irgendwie ohnmächtig und kann die Gegenwart nicht mit ihren Chancen wahrnehmen. Und wir sollten uns auch nicht einreden lassen, dass es ein angeborenes chemisches Ungleichgewicht im Gehirn gibt. Wir haben auf alles Einfluss über die Epigenetik (70 Prozent der Genexpression) und  können über  spirituelles Bewusstsein eine Öffnung der Systeme erreichen. In der Psychiatrie wird viel behauptet, aber wenig bewiesen. Der Noceboeffekt ist nur allzu deutlich.

Sich besinnen und des eigenen Verstandes bedienen

Schauen wir uns kurz an, was jeder für seine Gesundheit tun kann: besser und gesünder essen auf jeden Fall, sich viel bewegen, aktiv und neugierig bleiben, auf die Informationen achten, die man sich zufügt (Mindfood), sich um Verständigung bemühen, wozu auch immer das Zuhören gehört, und nicht sinnlos herumquatschen, sich spirituell verbinden, ein Bewusstsein für Entwicklung (Tag für Tag) und Heilung zu erarbeiten, sich an kompetente bzw. ganzheitlich denkende Menschen halten und sich fernhalten von Dogmatikern ( die eben nicht nachdenken), sich der eigenen Stärke und des jedem Menschen innewohnenden Vermögens der Selbstheilungskräfte (die Schöpfung) bewusst werden, sich bewusste Kreise suchen, die sich gedanklich nicht korrumpieren lassen und wachsam sein gegenüber allen Unzulänglichkeiten dieses Daseins und dieser Gesellschaft. Unsere geistigen Vermögen sind unsere Rettung. Und es geht hier nicht um ein Auswendiglernen von etwas, sondern um unser Denken, unser Nachdenken und um ein klares Nein gegenüber inhumanen  Tendenzen. Eine erwachte und erleuchtete Gesellschaft hat sehr gute Chancen auf Gesundheit und Glück und auf ein Recht auf Unversehrtheit. Allen Menschen sei Dank, die sich die Mühe machen, Menschen wirklich dahingehend zu helfen, wieder bei sich selbst ankommen zu können für ein erfülltes Leben. Und für die Aktivierung der Selbstheilungskräfte braucht der Mensch die Bewusstseinsarbeit über die Einsichtsmeditation oder eine integrale Psychotherapie für Öffnungsstrategien gegen den Dauerversuch einer rückschrittlichen Psychiatrie, die weitgehend determiniert.  Auf jeden Fall sollte man begreifen, was einem nicht gut tut. Insgesamt sollten wir nicht so viel nachbeten, sondern achtsamer erkennen, wo die Schwachstellen im Denken sind.

Peter C. Gotzsche: Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen. Wie Ärzte und Pharmaindustrie die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen. München 1. Auflage 2016

Peter C. Gotzsche: Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität. Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiert. München 1. Auflage 2019

Uma Naidoo: Ernährung für die Psyche. Richtig essen für seelisches Wohlbefinden. München 1.Auflage 2021

Rüdiger Dahlke. Mein Buch der Selbstheilung. München 1. Auflage 2022

Andrew Weil: Vernunft statt Tabletten. München 1. Auflage 2018

Andrew Weil: Spontanheilung. Die Heilung kommt von innen. München 1995

Das Elend des Materialismus

Man fragt sich, warum die Stimme des Materialismus so laut ist und nicht verklingen mag. Er kann kaum Probleme lösen und Krankheiten nicht heilen. Aber seine Behauptungen belasten weiter unser Leben schwer

Eigentlich wollten wir ja eine Synthese zwischen Materialismus und Idealismus, aber beide führen eben zu so unterschiedlichen Schlussfolgerungen, die sich nicht nur widersprechen, sondern den Idealismus als Schein, Illusion, Esoterik ja gar als Halluzination am liebsten verbieten wollen. Es ist ein Widerstreit, den wir uns bewusst machen müssen, denn der hat mit Machtansprüchen zu tun, hinter denen oft wirtschaftliche Interessen stehen. Alles Geistige ist sehr wertvoll, lässt sich aber nicht so ohne weiteres in bare Münze verwandeln. Es gibt kein Monopol auf diese Erzeugnisse. Wenn wir also Geist als ein Produkt der Materie betrachten, sozusagen als Beigabe, dann haben wir ernsthafte Probleme. Das wollen die Materialisten nicht einsehen und versteifen sich auf eine Debatte, die sie  allein für wissenschaftlich erklären. Wenn sie ihre Geistestätigkeit als Physikalismus oder Materialismus bezeichnen, müssen wir sie auf ihr vergebliches Unternehmen hinweisen. Unser Geist ist weit mehr als die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wir wissen noch längst nicht alles und unser Geist als Potenzial weist die Richtung, sicher nicht der Materialismus. Unsere Wirklichkeit erschöpft sich nicht in dem, was wir beweisen oder eindeutig erklären können. Das sehen wir an dem Phänomen der Spontanheilungen.

Eine Wissenschaft vom Geist

Letztlich brauchen wir eine neue Phänomenologie des Geistes. Hegel hat sie schon einmal annähernd versucht, aber ist nicht so weit gekommen. Er hat aber immerhin entdeckt, dass der entwickelte Geist konstruktiv und synthetisierend ist. Menschen, die die Freiheit bestreiten, negieren letztlich auch den Geist als eigenständiges Vermögen, das wir uns mehr und mehr erarbeiten müssen durch ganzheitliches und auch spirituelles Denken. Der Materialismus ist ein Produkt der linken Gehirnhälfte, die vieles nicht erfasst und aus vielen Lösungen ein Problem macht. Man kann sogar von einer Art Sabotage sprechen. Wir haben im Streben nach Wohlstand und Eigentum vergessen, dass wir das Potenzial des Geistes weiterentwickeln müssen. Seine erstaunlichen Fähigkeiten zu verstehen, sich zu verständigen und zu heilen sollten weiter in den Fokus der wissenschaftlichen Untersuchungen rücken. Eine Wissenschaft des Geistes wäre unsere Rettung. Wenn Bewusstseinswissenschaftler anfangen, materialistisch zu denken, ist auch diese Chance verloren. Sicher, wir können nicht nur von Luft und Liebe leben,  aber wir sollten das Notwendige nicht zum Absolutum machen und den inneren geistigen Aufbau nicht immer wieder abbrechen lassen. Viele Materialisten gehen mit dem Kopf durch die Wand und erzeugen so nur Unfrieden. Das führt dazu, dass in einer Welt der Dauerkommunikation doch eher wenig Verständigung stattfindet. Es kurisieren so viele falsche Überzeugungen, die durch ständige Wiederholung auch nicht wahrer werden.

Die erweiterte Wirklichkeit ist unsere Rettung

Die Materialisten haben das Problem, das sie nicht erklären können, wie ein Geist auf Materie wirken sollte. Nun, wir müssen das nicht wissenschaftlich erklären, wir machen die Erfahrung Tag für Tag, wie uns Informationen beeinflussen und zu körperlichen, also biochemischen Prozessen und Veränderungen führen. Das ist Faktum und das sollten wir nicht immer wieder infrage stellen, da wir uns hier sonst im Rückschritt befinden. Mag sein, dass wir das eines Tages genau erklären können so wie das ansatzweise über die Quantentheorie schon geschieht. Aber das ist erst der Anfang. Unser Geist kann sich auf die Welt des Immateriellen einlassen und seine Informationen wahrnehmen. Sicher, hier ist auch viel Einbildung im Spiel und manchmal sind es wirklich nur Halluzinationen, aber es gibt hier auch schon Beweise für eine Medialität, die beeindruckt. Wir tun das schnell ab, weil es unser Weltbild erschüttern könnte, das diese dreidimensionale Realität als die einzige postulieren möchte. Darum werden Menschen auch so rücksichtlos und wollen alles (Materielle) aus diesem Leben herausholen. Nur das Glück bleibt ihnen so doch oft verwehrt. Dafür brauchen wir einen entwickelten Geist, der ein Bewusstsein kultiviert, das uns über den Tellerrand blicken und uns in der Tiefe verstehen lässt, was der Mensch sein könnte, wenn er denn endlich seine beschränkten Ansichten überwindet.

Kritisch bleiben angesichts auch von Wissenschaft

Wenn das Geistige eine eigene Sphäre ist, dann kommen wir um einen Dualismus nicht herum oder stellen fest, dass ja selbst Materie nur Energie ist und damit Geist. Das bleibt jedem selbst überlassen. Der Geist ist nicht determiniert, wir könnten sonst nichts Neues mehr entdecken, denn der Materialismus determiniert. Insofern ist alle Wissenschaft auch immer etwas Vorläufiges und alles, was auf unsere Freiheit hindeutet wie die Epigenetik oder die Quantentheorie müssen wir in Ehren halten, denn die Sache sieht wahrscheinlich noch viel erfreulicher aus, als wir heute beweisen können. Das sagen uns vor allem die hoch spirituellen Menschen wie Sri Aurobindo und viele andere. Alles Materielle und Körperliche will dominieren, das Geistige will sich verständigen. Es weiß um den Vorteil dieses Gelingens, denn die implizite Botschaft ist die Verbindung, die der Geist sucht. Viele hochgeistige Menschen ziehen sich aus der Öffentlichkeit zurück, weil hier ein Denken vorherrscht, das zusehends unerträglich wird. Diese Unerträglichkeit gilt auch für einige Wissenschaften. Wir sollten nicht so tun, als wären die erhaben über alle Kritik. Irrtümer treiben auch hier ihr Unwesen, weil man dem Geist die Macht nicht geben will. Die Wissenschaft vom Geist steht durch die Entdeckung der Wirkung von Meditation erst am Anfang. HIer bekommen wir einen Eindruck von der Schönheit alles Geistigen, das über eine Weisheit verfügt, die alle Wissenschat übersteigt.

Warum Meditation

Wer nicht an eine Realität über unsere dreidimensionale Sinnenrealität glaubt, wird sich schwer tun mit einer Meditation der Leere, die eigentlich nur eine Öffnung für positive und höhere Energien ist, mit denen wir uns verbinden können

Selbst Psychiater wie Dr. Michael Schröter-Kuhnhardt glauben an die Unsterblichkeit der Seele. Wir könnten also umgeben sein von einem Seelenreich der Freiheit und des Friedens. Negative Emotionen entwickelt nur die verkörperte Seele. Deswegen sollten wir auch allem Körperlichen gegenüber etwas skeptisch sein. Die Welt als Wille und Vorstellung ist nicht die Heilung, sondern die Verbindung mit höheren Energien, die im Menschen positive Gefühle auslösen und somit das Denken ändern. Ich stülpe der Welt also nicht meine Egostrukturen über, sondern werde feinfühlig für Informationen außerhalb meines eigenen Willens. Und hier geht es nicht um Halluzinationen, die letztlich auch nichts anderes sind als die eigene reproduktive Einbildungskraft mangels heilender Lösungen. Man muss hier also deutlich unterscheiden. Halluzinationen sind Ausdruck einer inneren Gefangenschaft, das Empfangen höherer positiver Informationen Ausdruck von Freiheit. Es gibt eine Welt voller Energie, die wir für uns nutzbar machen können und uns so für die Chancen öffnen, die sich durch das neue Bewusstsein entwickeln. Diese Wiedergewinnung eines Urvertrauens in das Leben ist Heilung.

Konsens erfolgt nur über Spiritualität

Wir häufen in unserem Leben eine Reihe von Überzeugungen an, die wir für notwendig halten. So determinieren wir unser Inneres mehr und mehr und geraten in die Falle der Selbstkonstruktion, die keine Verbindung mit der Welt hat. Wir empfinden Isolation, weil wir uns an eine einmal festgelegte Identität klammen, auch wenn die nicht zur Erfüllung und Glück führt. Je mehr Ego desto weniger ein Gespür für die feinen Schwingungen um uns herum, die uns deutliche Botschaften senden, die wir besser verstehen sollten. Starrköpfigkeit und Prinzipienreiterei verschließt das System gegen jede Bewegung und gegen jeden Wandel auch gegen die eigene Entwicklung. Wer sich einmal in die Weite orientiert hat, fühlt sich von der Enge irritiert. Viele Menschen glauben, sie wüssten alles und hätten alles schon durchdacht. Sie haben die Welt in ihrer Komplexität nicht durchschaut und schränken sich und alles um sie herum ein, damit sie Orientierung finden. Diese Haltung macht unfrei und produziert unfreie Strukturen. Der andere Weg will in die innere und gedankliche Freiheit, die sich an Höherem orientiert als nun gerade am Menschen, der ja nun alles andere als perfekt ist. Der große Konsens über ein Wertesystem kann nur erfolgen, wenn wir den spirituellen Menschen als den evolutionierten bgreifen. Menschen werden sonst immer wieder nur auf sich selbst zurückgeworfen, was keine guten Gefühle bewirkt.

Aus dem Mangel in die Fülle

Die Meditation will Raum schaffen für diese Erfahrung von Energie und von Übersinnlichem. Diese Bereicherung des Daseins vermittelt nicht nur Zuversicht, sondern heilt unser tiefstes Inneres. Wir verstehen, dass unser höheres Selbst unantastbar ist. Was uns auch geschehen sein mag, hier hat es keine Bedeutung, hier sind wir letztlich unverletzlich und ganz. Wir erreichen diese Ebene nicht über eigene konkrete Vorstellungen, sondern eben durch die Erfahrung, dass wir uns nicht mit negativen Erlebnissen identifizieren müssen und schon gar nicht mit irgendwelchen Erkrankungen. Das Ego wird oft zur Falle. Aber wir sollen uns nicht selbst aufgeben, sondern uns einfach beser verbinden mit den kosmischen und göttlichen Energien für unsere eigene Gesundheit. Ein brainwashing (Joe Dipsenza)  ist also durch die Meditation zu jeder Zeit und für jeden möglich. Ohne die Leere erfahren wir nicht die Fülle, sondern bleiben im Mangel und so im Leid. Negative Emotionen erzeugen Stress und Stress macht krank. Negative Emotionen sind verkörperte negative Gedanken. Wenn wir diesen Zusammenhang begreifen und uns bewusst machen, dass es eine Realität gibt, die all das überwinden kann, machen wir einen Anfang in eine bessere Zukunft und in eine bessere Welt. Aber wie Professor Walter von Lucadou sagt: Krankheit ist nicht das Böse. Leider leben wir in Zeiten, die diesen Unterschied nicht mehr machen will. Der Mensch hat zu jeder Zeit die Wahl, ob er andere schädigt oder nicht. Wo archaische Primitivismen durchbrechen ist keine Verbindung zur höheren Welt. Aber auch hier sollten wir Erleuchtung für möglich halten. Und ist es nicht schön, sich all die erlösten und weisen Seelen vorzustellen, die vielleicht auch zu spirituellen Helfern werden können? Lassen wir uns nicht von einer materialistischen Welt erdrücken, die für so viele Probleme keine Lösung hat.

Das Licht in dunklen Zeiten

Ken Wilber meinte, wer eine Bewusstseinskultur etabliert, nähert sich auch durch mehr Klarheit der Wahrheit. Doch die will nicht jeder hören. Wer sich entwickelt, kann mit den Profiteuren der Nichtenwicklung nichts mehr anfangen

Wir leben leider in dunklen Zeiten der Scheinliberalität. Wer heute heiße Eisen anpackt in einer sogenannten freiheitlich demokratischen Republik, wird vor allem von denen angegriffen, deren Horizont denkbar klein geblieben ist und denen alles Intellektuelle nur suspekt ist. Mittlerweile ist es so, dass Menschen, die berechtigte Kritik äußern, tatsächlich von inhaltlichen Widersachern pathologisiert werden auch noch in der Absicht, sie in die Psychiatrie einzuliefern. Nun wird überall kräftig gewettert und geschimpft, aber wer mit guten Argumenten operiert, der lebt in diesen Zeiten nicht ungefährdet. Man fragt sich, wohin wir hier gekommen sind. Was hier verschwindet, ist der Umgang mit Kritik. Keiner will  sie hören, aber jeder will sich das Recht herausnehmen, sie zu artikulieren. Da ist ein Fehler im System und letztlich auch eine Unterwanderung der Diskurskultur, die ja doch nur wenige wirklich beherrschen, denn man muss auch diese Kultur wie auch die Bewusstseinskultur üben. Weit sind wir mit beidem nicht gekommen und befinden uns auch schon lange im Rückwärtsgang.

Das Gerangel der Unterbelichteten

Höheres Bewusstsein schafft Klarheit auch in Bezug auf Feind und Freund. Wir wollen eigentlich eine friedliche Welt, die aber nicht den Kopf in den Sand steckt, sondern mit viel Durchblick eine besser Welt schafft. Aber da sind die Missgünstler, die Neider, die Widersacher und die Saboteure. Die dürfen wir nicht aus den Augen verlieren wie Hanns Guck-in-die-Luft in der Geschichte von Heinrich  Hoffmann, denn die nächste Grube ist nicht weit. Bewusstseinsarbeit darf also keine Schönfärberei werden und in eine naive Vertrauensseligkeit führen, sondern sie muss wachsamer werden auch bezüglich der Fallen, die einem andere Menschen stellen, anstatt in den fruchtbaren Diskurs zu treten, der uns alle ein wenig befreit und für den Wandel öffnet. Aber gerade gegen diesen Wandel richtet sich ein Klientel, das selbst keine Bewusstseinsfortschritte machen will, da sonst das eigene Gefüge ins Wanken geraten könnte. Die Zurechtlegungen und Rechtfertigungen könnten platzen, d.h. sich als unhaltbar erweisen. Viele Menschen klammern sich an ihre Konstrukte und wollen keinen Widerspruch. Ihr Leben funktioniert lediglich über ein Herrschen und damit über ein Dominanzstreben. Hier gibt es keine Debatte, sondern nur den Wunsch, andere unterzuordnen und klein zu machen. Der Mensch wird hier primitiv und ist über Vernunft auch selten erreichbar. Er kapriziert sich auf seinen äußerst begrenzten Verstand und kann nicht in dem neuen Kontext mitschwingen. Er wird zum Angreifer, weil ihm auch schlichtweg der Durch- und Überblick fehlt.

Wachsamkeit für mehr Klugheit

Man muss also allen Bewusstseinsinteressierten doch zur Vorsicht raten, denn für Offenheit stehen die Zeiten schlecht. Unterstellungen, Vorurteile und vorsätzliche Missverständnisse haben mal wieder Hochkonjunktur. Auch wer aufklären will, hat keinen leichten Stand. Wir wissen, dass wir die Komplexität des Menschen nur erfasssen, wenn wir ganzheitlicher denken und handeln, ohne aber unkritisch zu werden. Von integralen Denkweisen sind wir denkbar weit entfernt, weil Menschen ihre Beschränktheit zum Maßstab machen und nicht begreifen, dass ihr Verstand nicht ausreicht, um Dinge zu beurteilen. Dieses Übel ist weit verbreitet und richtet überall enormen Schaden an. Alle Bewusstseinswissenschaftler warnen, dass sich bei Entwicklung, Transformation und Wandel die Spreu vom Weizen trennt. Wir erkennen also, was wir loslassen müssen, damit wir keinen Schaden nehmen. Wer in der alten Matrix bleibt, muss sich nicht wundern, wenn er in die Grube fällt. Gutgläubigkeit ist nicht angessagt in Zeiten der Unsicherheiten, denn hier wird doch der Mensch des Menschen Wolf.  Man kann nur raten, sehr vorsichtig zu sein, um sich selbst zu schützen, denn noch immer werden Menschen von sehr dubiosen Interessen geleitet. die der Allgemeinheit nicht nur nicht nützen, sondern auch schaden. Wir leben alle in einer Welt, aber leider mit völlig disparaten Zugangsweisen. Nicht alle befördern eine Bewusstseinskultur, die letztlich vieles zur Sprache bringt in der Absicht, sich klüger zu verhalten. Blindes Vertrauen kann nicht der Rat der Stunde sein.  Die offene Gesellschaft und ihre Freinde – wir sollten das Werk von Karl Popper noch einmal genau lesen.

Karl Popper. The Open Society and Its Enemies. Princeton 1971