Der Widerstreit auch der Wissenschaften

Oft wird so getan, als gäbe es eine eindeutige und verbindliche Wissenschaft. Aber diese Meinung entspricht nicht der Realität, denn auch die Wissenschaften verfolgen Interessen und ihre Ergebnisse müssen immer hinterfragt werden auch in Bezug auf den Nutzen für den Menschen, ohne es sich bequem machen zu wollen

Eine Sendung auf BR alpha am 12.09.23 über die vermeintlich gesunde Ernährung kam zu dem eher rückschrittlichen Schluss, es sei fast egal, was man esse, es sei sowieso alles genetisch bedingt wie auch das Mikrobiom. Die interviewten Professoren kritisierten die Gesellschaft für Ernährung. die ausgewogene – leider noch in Bezug auf Fleisch und Fisch – Vollwertkost propagiert. Hier ist nun der gesunde Menschenverstand gefragt und die Einsicht, das das Innerste der Welt und des Menschen aus Information und Energie besteht und nicht aus Materie. Das setzt auch immer Selbstverantwortung und Freiheit voraus. Natürlich kann jeder essen, was er will, aber er muss sich dann nicht wundern, wenn er eines Tages nur noch Medikamente verabreicht bekommt, die seine erworbenen Störungen und Krankheiten beheben sollen, was aber nicht geht, weil diese Chemie eine hohe Belastung für den Organismus ist. Die Gegenvertreter sagen, dass wir einen sehr großen Einfluss auch über unsere Ernährung auf unseren Körper haben und dabei fühlt sich der einigermaßen gesunde Mensch auch wohl, weil er hier selbstwirksam werden kann, weil er etwas tun kann für seine Gesundheit und sein Wohlergehen. Und hier zeigt sich deutlich, wie wertvoll ein Gesundheitsbewusstsein ist. Das macht uns stark und frei und das Leben erst sinnvoll, ganz sicher nicht die Meinung, dass alles festgelegt ist und wir nur Marionetten unserer Gene, unserer Umwelt oder unseres Umfeldes wären. Wir können gestalten und wir müssen gestalten – das eigene Leben und das gemeinschaftliche Leben in einer Demokratie.

Die besseren Argumente entscheiden

Wenn also solche Rückschrittsthesen verpasst werden, trudelt die Menschheit wieder in den Fatalismus und entwickelt keine guten Zukunftsvisionen. Das Egogen wird überaktiviert und schlägt überall zu, ist nicht mehr bereit zu diskutieren und abzuwägen. Wer aber die Gestaltung seines Lebens auch als ein Teil der Lebensfreude sieht, der gönnt auch anderen das eigene Leben und die Freiheit der Entscheidungen gegen alle möglichen Konventionen und vor allem gegen Verschwörungstheorien, die letztlich das Denken aushebeln und höhere Mächte verantwortlich machen wollen. Es gibt Tendenzen, Menschen zu bevormunden und zu manipulieren, aber wer das durchschaut, der kann sich auch herausarbeiten durch Denken. Erst wenn wir an das Ende der Argumente kommen, ist die Demokratie gescheitert. Der Widerstreit der Meinungen belegt, dass Menschen sich entscheiden können für die besseren Argumente, die nicht ins Unglück und in die Unfreiheit führen und letztlich die Politik negativ beeinflussen, so dass der vermeintlich determinierte Mensch nur ordentlich in Schach gehalten werden müsse, weil er über sich selbst nicht hinauskäme und so der Gefangene seines abgeschlossenen Systems wäre. Und hier geht es nicht nur um Ernährung, sondern um alle möglichen Erkenntnisse, die den Menschen betreffen und seine Einbindung in ein komplexes Universum. Wir sollten nicht mehr so viel ausschließen, sondern uns öffnen für die erweiterten  Möglichkeiten dieses Daseins, das uns Lösungen offenbart, die bisher als undenkbar galten.

Der Mensch ist nicht begrenzt

Aber dem ist nicht so! Wir haben auch die christliche Botschaft hier nicht verstanden, denn in Gott frei zu sein heißt, dass ich mich an Energien anschließen kann, die meine eigene weit übersteigt und so bis ins tiefste Innere Transformation stattfinden kann über die immer noch unterschätzte Epigenetik. Der Mensch will andere dominieren, weil er aus seinem System nicht herauskommt und nicht mit sich selbst wahrhaft verbunden ist. Aber eine Spiritualität ermöglicht genau das – egal, was einem im Leben Schlimmes widerfahren ist. Diese göttliche Energie schafft einen inneren Tempel der hohen Selbstorganisation, die die Angreifer neutralisiert, sie unschädlich macht. Der Mensch hat ein hohes Potenzial für die Selbstregenerierung auch durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die aber besser auf Fleisch und Fisch verzichtet, denn im Carnismus lauert ein Fehlen von Empathie und Intuition, das zu Aggressionen führt. Hier wird ein altes evolutionsbiologisches Programm genährt, das aber der homo sapiens sapiens überwinden muss. Die Ethik geht also noch lange nicht tief genug, um die Evolution des Menschen einzuleiten, die auch angesichts zunehmender Weltbevölkerung absolut notwendig ist. Tiere sind keine Objekte, sondern fühlende Lebewesen. Wer sich darüber hinwegsetzt, behandelt auch Menschen wie Objekte und versucht, sie seinen Interessen unterzuordnen. Das ist alles noch sehr archaisch, solange wir Tiere verzehren.

Mehr Mut und Zivilcourage gegen  schädigenden Lobbyismus

Gute Gründe und durchdachte Argumente sind unsere Rettung und nicht irgendeine Wissenschaft, die lauter Studien publiziert, um der Pharmaindustrie oder der Lebensmittelindustrie das Wort zu reden. Wir müssen den sinnvollen Weg einschlagen, der das menschliche Potenzial erweckt für ein gesünderes Leben und Wohlergehen. Ich fühle mich gut, wenn ich im Einklang lebe, aber nicht zurückschrecke, wenn der Lobbyismus dominant werden will. Hier bedarf es der Zivilcourage gegen schlechte Argumente, die den Menschen schwächen und ihn als determiniertes System degradieren und entwürdigen. Das wirkt sich überall aus und schwächt das Bewusstsein für unsere Verantwortung, diese Welt zu einer besseren gestalten zu müssen, damit wir nicht gänzlich zurückfallen und Primitivsmen um sich greifen. Wir brauchen Sinn, Hoffnung, Ethik und Zuversicht, dass  hier nicht die Macht zählt, sondern die Vernunft. Vernünftige Menschen hören zu und überlegen, was wirklich sinnvoll ist und was wir tunlichst lassen sollten, auch wenn eine Wissenschaft in diese Richtungen geht. Auch in Bezug auf die Wissenschaften  herrscht Demokratie und ein Streit, den der mündige Bürger entscheidet und nicht die Wissenschaft, nicht die Wirtschaft und nicht eine schädliche Vorstellung vom Menschen. Der Mensch ist nicht Rädchen im Getriebe, sondern Gestalter., der immer auch über sich selbst hinausdenken kann und muss. Wir hätten die Möglichkeit einer kompletten Transformation, die sich nicht auf die KI stützt, sondern auf einen erneuerten Menschen, der von tiefen Einsichten geprägt ist in diese Transformationsmöglichkeiten. Letztlich sind wir auch durch gute Argumente vernetzt und nicht über zufällige Bekanntschaften. Dieses gewählte Gedankennetz hat mehr Gewicht und Einfluss auf das Leben als alle Determinanten, wenn man zu den denkenden Menschen zählt.

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