Jesus Christus war Jude und er appellierte an die Spiritualität und Humanität

Christen haben Jesus für sich vereinnahmt und ihn ganz offensichtlich nicht wirklich verstanden, denn auch unter dem christlichen Vorzeichen entsteht Menschenfeindliches. Wir können uns sicher sein, dass die geschundenen und verfolgten Juden die uneingeschränkte Liebe Gottes und Jesus Christus erhalten, denn es ist sein Volk, weil es sein Schicksal war

Im 21. Jahrhundert kann es nicht mehr um Religionszugehörigkeiten gehen, die auch ganz unten in der Spirale des Bewusstseins manifestiert sind. Es gibt so viel Ungereimtes und Unerträgliches bzw. Schädigendes in Religionen, das wir dringend überwinden müssen wie alle geschlossenen antidemokratischen Systeme, die die Entwicklung, die Innovation, das innere Wachstum, ja sogar die Spiritualität blockieren. Wenn ein Verehrter  den „heiligen Krieg“ postuliert, dann handelt es sich nicht um einen erleuchteten Propheten, sondern um einen miesen Demagogen, der sich ganz unten in der Bewusstseinsspirale bewegt. Und wer die (islamische) Weltherrschaft unter solchen Bedingungen anstrebt, ist nicht besser als die menschenfeindlichen Tyrannen, die die Welt aushalten musste und auf die Menschen immer wieder hereinfallen, weil sie viel zu wenig Vernunft, zu wenig Verbindung mit der göttlichen und geistigen Welt haben, zu wenig Herz besitzen und keine Demokraten sind.  Es ist klug und sinnvoll, sich mit Gleichgesinnten zu verbinden, aber Andersdenkende bitte nicht auszuschließen und geschlossene und antidemokratische Systeme wie Kirche, reaktionäre und bevormundende Politik, Rechts- und Linksradikale, Teile der etablierten Medizin wie auch die Psychiatrie (absolut innovationsfeindlich!) und andere demokratiefeindliche Bereiche zu durchschauen und zu verbessern oder aufzugeben. Auch wir im Westen sind von solchen Rückfällen in eher unterbelichtete Strukturen betroffen und sollten nicht nur mit dem Finger auf andere zeigen, sondern uns engagieren für eine bessere Welt, was auch Prof. Stephan Harbarth in seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit gefordert hat. Er selbst wirkte schon ein wenig angespannt, denn die Lage ist sehr ernst.

Die Gefährlichkeit der Herrenmoral

Geschlossene und blockierte bzw. blockierende Systeme, die keine Bewegung, keine Innovation wollen, weil mit den Stagnationen zu viel Profit verbunden ist, müssen geöffnet werden. Und jede Öffnung bedarf einer Regulierung, aber sicher keiner Abschottung. Systeme müssen lebendig bleiben und können so von den vielen Perspektiven nur profitieren, die eben keinen Machtanspruch signalisieren, sondern begriffen haben, dass es um den dynamischen Austausch geht, damit keiner und kein System regrediert. Uns muss dieser Auftrag bewusst werden. Auch Alzheimer-Patienten darf man nicht entrechten, sondern kann sie über das Herz und eine eigene höhere geistige Entwicklung erreichen und ihren Willen dadurch erkennen. Wir sind weit davon entfernt, Menschen human zu behandeln, weil das Wissen fehlt, wie das menschliche Potenzial in Verbindung mit einer höheren geistigen Welt aussehen könnte. Der sogenannte Gottesstaat ist keine Utopie, sondern etwas, das wir durchaus realisieren könnten, wenn wir begreifen, dass es nur ein Göttliches geben kann, das das Gute, das Wahre (der höchsten Werte)  und das Schöne ist. Mit Abscheu muss man die aufgeflammten derzeitigen Kriege betrachten und damit auch das damit verbundene Leid betrauern, das wir auch Gott, Jesus Christus, Buddha und anderen Friedensvertretern und hohen geistigen Begleitern zufügen. Sie fordern nichts, aber sie geben zu bedenken, dass wir als Menschheit nur überleben können, wenn wir alles Bevormundende,  Blockierende und Verdummende aufgeben, um zu höheren Werten zu gelangen und nach diesen Werten auch zu leben. Wer den Diskurs beherrscht und damit auch seine niedrigen Emotionen, der muss keinen Krieg führen. Der Rückfall in Primitivismen ist Ausdruck einer schwer blockierten Entwicklungsfähigkeit, die wir alle aber positiv prinzipiell besitzen und die keinen Status quo oder Zustand kennt. Alles Lebendige will in Bewegung bleiben und gute Lösungen finden auch für den Erhalt des eigenen Lebens. Soweit muss jeder denken können. Auch keine Wissenschaft darf einen Absolutheitsanspruch verkünden. Von diesem Bewusstsein ist die Menschheit leider noch weit entfernt und auch können aufgrund der geschaffenen starren Strukturen die alten autokratischen Ambitionen wieder durchbrechen aufgrund einer Herrenmoral, die die größte Dummheit ist, denn sie will unterwerfen, anstatt aufzubauen und in die Entwicklung zu bringen. Die Welt braucht Spiralberater und Bewusstseinsbegleiter für den inneren Aufstieg zunächst in  die universalen Werte.

Die geistige Welt ehren und einbeziehen

Wenn wir unseren Geist an ein doch eher beschränktes Gehirn koppeln, dann kommen wir nicht wirklich weiter. Der Medizinprofessor Walter van Laack bezeichnet das Gehirn als das wohl am meisten überschätzte Organ. Damit verbunden ist eine implizite Kritik an der Wissenschaft, die dem Eigentlichen, dem großen Ganzen eher nicht auf die Spur kommt, denn das lässt sich nicht messen und quantifizieren, sondern ist eine Erfahrung besonderer Qualität und ganz und gar keine Illusion oder Halluzination, wie Prof. Metzinger unsere eigentliche Rettung disqualifiziert. Diese geistige Welt – wir können sie meistens und auch besser nicht sehen und nicht hören- ist kein Ausstieg aus der Realität, sondern sie weist uns auf den Auftrag hin, diese Welt zu verbessern, sie zu erhalten und sie zu ehren. Eines Tages werden auch wir, die noch leben, diese Sphäre „bewohnen“. Dieses Leben sollte eine Einübung sein in diese göttliche und geistige Sphäre, die uns aber zum Tätigwerden auffordert und nicht zur Resignation. Auch Prof. Harbarth betonte, es käme auf jeden Einzelnen an! Das müssen wir uns zu Herzen nehmen und uns in Bewegung setzen. Jesus Christus kann man nicht andauernd anflehen, er möge mein Leben retten, sondern vorerst gilt: „Be your own fucking hero „(Tijen Onaran, Unternehmerin)  und dann kann Dir auch Jesus Christus oder Buddha helfen oder die vielen guten geistigen Helfer, die um uns herum sind und die helfen wollen, denn der eigene kleine Verstand reicht nicht aus, um die Probleme dieser Welt zu lösen. Es geht also nicht darum, den einzelnen Menschen zu verherrlichen  oder sich selbst größenwahnsinnig zu hypostasieren, sondern um eine hohe Verbindung, durch die alles sinnvoll wird und kein körperliches Sterben vergeblich war.

Walter van Laack: Wer stirbt, ist nicht tot! Aachen 2011

 

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