Das gesunde Leben

Für den Erhalt der Gesundheit sind mehrere Komponenten notwendig. Neben Ernährung und Bewegung sind es vor allem die geistige Ernährung und das Bewusstsein, die das Innere harmonisieren

Professor Andreas Michalsen hat in seinem sehr empfehlenswerten Buch Mit Ernährung heilen darauf hingewiesen, dass vollwertige, zuckerarme Ernährung und pflanzliche Proteine die organische Gesundheit stabilisieren. Über die Ernährung können wir also viel Einfluss nehmen auf unseren körperlichen und mentalen Zustand. Und wir sind auch heute in der Lage aufgrund des guten Angebots gesunde Nahrung einzukaufen. Das war letztlich nicht immer so und muss als nicht zu unterschätzenden Fortschritt anerkannt werden. Leider sieht es aber mit der Volksgesundheit nicht entsprechend gut aus, was an der schlechten Aufklärung liegt. Viele Ärzte verschreiben lieber schädigende Medikamente, als auf die Natur und ihre Heilkraft zu setzen. Die Umstellung auf gesunde Ernährung gelingt am besten durch ein fünf- bis siebentägiges Fasten nach Buchinger. Was nützt ein langes Leben, wenn es durch Krankheiten beeinträchtigt wird, die schlichtweg vermeidbar sind. Jeder kann sich auch heute über das Internet informieren, was er für seine persönliche Gesundheit tun kann auch über das zentrum-der- gesundheit.de . Hier werden die Zusammenhänge erklärt und Maßnahmen angeboten. Gesunde Ernährung mit ausreichender Bewegung wie Yoga verbessert die Leistungsfähigkeit enorm.

Mindfood

Aber es ist nicht nur die materielle Ernährung, sondern auch die geistige. Rüdiger Dahlke nennt sie Mindfood. Wir sollten darauf achten, dass wir hinreichend positive Gedanken aufnehmen durch interessante und hilfreiche Bücher und andere Medien. Wir müssen zum Entscheider werden, was wir hier zulassen oder besser weglassen, damit es die Seele nicht belastet, denn vieles geht direkt ins Unterbewusstsein und stört hier die Homöostase. Es geht eben nicht nur um reine Unterhaltung, sondern auch um Erbauung für den Erhalt der Zuversicht und der Lebensenergie, die wir brauchen, um das Leben und die damit verbundenen Probleme zu bewältigen. Und der Geist braucht Nahrung, weil er ständig arbeitet und nicht immer dasselbe denken will. Gegen lästiges Gedankenkreisen hilft also nicht nur die Meditation, sondern auch das Lesen und das Verfolgen von interessanten Dokumentationen, die wiederum einen Einfluss auf unsere Pläne haben, die wir in diesem Leben verwirklichen wollen.  Es gelingt uns, ein Ziel zu definieren und dies auch konsequent zu verfolgen, wenn wir nicht ständig zerstreut sein wollen und keinen Gedanken fokussieren können. Die affirmative Gestaltung des Körpers und des Geistes beruhigen die Seele, die von sich aus nicht so wirkmächtig ist. Sie ist angewiesen auf die beiden gesund ernährten Pfeiler unserer Existenz. Belasten wir Körper und Geist, regiert sie mit Depressionen und anderen Krankheiten des Missempfindens. Was wir essen und auch geistig zu uns nehmen, hat einen Einfluss auf Stress und Ängste. Tierische Proteine scheinen den Organismus zu belasten.  Diese Belastungen können sich auch seelisch auswirken.

Die Heilkraft des Geistes

Wir sollten uns in jedem Moment bewusst werden, dass der Geist frei ist und auch die innere Freiheit intendiert. Die Bestreiter des freien Willens vor allem in den Neurowissenschaften sind inhuman und begreifen das Wesentliche unserer Daseins nicht. Der Geist vermag über Sinn und Unsinn zu entscheiden und kann sich aus vielen Situationen herausdenken. Letztlich haben wir das Wissen in uns selbst. Dafür entwickeln wir nach und nach auch die entsprechende Intuition und führen so ein Leben im Gleichgewicht. Es ist auch die zunehmende kritische Haltung all dem gegenüber, was man vermeintlich so macht und will. In der Authentizität lebt es sich beschwerdefreier und ehrlicher. Der Aufbau der Resilienz besteht auch nicht darin, dass ich träume, sondern dass ich das akzeptiere, was ist, ohne fatalistisch zu werden. Ich kann nur verändern, was ich als falsch und unzumutbar erkannt habe. Erst dann treffe ich die Entscheidungen, die einen Wandel bewirken können. Dem Geist müssen wir also viel Aufmerksamkeit schenken und ihm das anbieten, was er für die Überwindung auch von Krankheiten braucht. So kann man den eigenen inneren Arzt konsultieren für die Aktivierung der Selbstheilungskräfte bei jeder Krankheit. Die Macht des Geistes ist unbestritten, was auch der Placeboeffekt beweist. Oft wird der Geist  zugemüllt mit Unwichtigem und Schädlichem, so dass er seine Heilungsfunktion nicht mehr erfüllen kann. Geben wir also Acht auf das Kostbarste, was den Menschen ausmacht – ein freier und wirkmächtiger Geist, der zur Vollkommenheit, Freiheit und Gesundheit strebt. Ich entscheide über einen gut versorgten Geist, der so leicht in ein Flow gerät für kreative Produktivität und für die Gestaltung des Lebens.

Andreas Michalsen: Mit Ernährung heilen. Besser essen, einfach fasten, länger leben. Berlin 2. Auflage 2021

 

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