Gehirnschutzrechte

Die Faktoren, die unser Großhirn angreifen, sind leider vielfältig. Erkenntnisse erfordern auch eine verbesserte Rechts- und Gesetzeslage

Wenn unsere Gesundheit, unser Wohlergehen, unser Glück, unser Erfolg und unsere Leistungsfähigkeit von der uneingeschränkten und individuellen Großhirnerarbeitung über Sinnerzeugung auch über neue neuronale Verschaltungen abhängen, dann müssen wir alles tun, um diese Funktionen und Fähigkeiten zu schützen. Eigene Produktivität und Kreativität bzw. Potenzialentfaltung auch im Selbstdenken verursacht nicht nur Glücksgefühle oder Glückseligkeit (was Sexualität niemals bewirken kann), sondern eben auch Gesundheit, da unser Großhirn über den Organismus wacht und diese Funktion nicht belastet und eingeschränkt werden darf.  Zunächst muss der Einzelne alles tun, um sein Großhirn zu schützen, aber auch Recht und Politik müssen die Erkenntnisse über unser Großhirn ernst nehmen und Reformen einleiten. Es ist nicht länger das Privileg einzelner, von seinen Großhirnleistungen zu profitieren. Jeder kann produktiv und kreativ werden und damit auch viel für seine gesamte Gesundheit tun. Entfaltung des Eigenen ist gottgewollt und darf nicht länger als gemeinschaftsfeindlich betrachtet und interpretiert werden. Es gilt, das Eigene zu erkennen und es zeigt sich daran, dass es glücklich macht. Das ist wie ein Lottogewinn, wenn der Mensch zunächst ganz zu sich selbst findet und jede Fremdbestimmung loslässt bzw, hinausschmeißt.  Es hängt viel davon ab, das Eigene so gut wie möglich zu entwickeln und ein Leben in Selbstbestimmung zu führen. Kreativität bezieht sich auf viele Bereiche des Lebens wie des Kochens (Ernährung) , der Kleidung, der Lebensführung, der Hobbies, der Gewinnung von Freunden usw. Alle Facetten wollen bedient werden, damit das Großhirn kontinuierlich wächst und sich manifestiert gegen alle möglichen Abbauprozesse, die bei Streit, Stress, Gewalt, Zwänge, Armut und unpassender Umwelt stattfinden. Unser Gehirn reagiert hier gnadenlos degenerierend, wenn wir irgendwo gegen uns selbst handeln oder eben misshandelt werden. Das Großhirn erkennt auch schnell die unlauteren Motive anderer und kann sich schützen.

Das entfaltete Großhirn ist objektiv

Der Soziologe Ulrich Beck behauptete wie schon vor ihm Goethe, dass es kein Wir ohne ein Ich gibt. Die Tendenzen, das Ich aufzulösen, weil man es für den Ort des Egoismus und der schlechten Eigenschaften hält, sind vorbei. Das Selbst sollte niemals aufgegeben werden und eine Meditation sorgt für Ordnung im Gehirn, darf aber nicht so weit führen, dass sich das Selbst auflöst. Die Zukunft sieht anders aus. Der vollkommen zu sich selbst gekommene Mensch schädigt nicht und beutet nicht aus, weil er das Höchste erreicht hat und die ganze Schöpfung in ihm wirksam wird. Gegen die Selbstverherrlichung finden interne Korrektur- und Regulationsmechanismen statt. Das Großhirn ist in alle Richtungen kritisch und kann auch die eigenen Produkte richtig einschätzen, dahingehend ob etwas gelungen ist oder eben nicht. Im hoch organisierten Großhirn findet eine Verbindung mit dem Einen und Höchsten statt.  Das ist kein Übervater und keine Übermutter, sondern das Vollkommene, das wir erreichen wollen in allen unseren Taten.  Sicher kann man einwenden, dass viele Menschen sich über sich selbst irren und ihre Urteilskraft sehr dürftig ist. Viele verstehen sich und ihre Motive nicht und sind dadurch auch belastend und kein Gewinn. Das gilt noch für einen großen Teil der Gesellschaft, die eben nicht das Ganze befördert, indem es die richtigen Dinge tut. Die Selbstverantwortung in Bezug auf den eigenen Geist und das Großhirn, die einem niemand abnehmen kann – auch kein Partner oder Therapeut – ist noch lange nicht so bewusst, wie es sein müsste. Auf Schule und Universität allein kann und darf sich keiner verlassen, da die ein flüchtiges Wissen im Auge hat, aber keine Selbstkonstruktion. Heilung erfahren wir nicht über das Andere, sondern zunächst über das Eigene. Auch von Abhängigkeiten gegenüber Autoritäten ist abzuraten, da hier Verunstaltungen aller Art drohen. Wer nicht in eine produktive und kreative Auseinandersetzung kommen kann – was das Großhirn beabsichtigt – der fange eben bei sich selbst an und erforsche das eigene Selbst, ohne sich von anderen beraten zu lassen, was nicht zielführend ist.  Der Mensch sollte so früh wie möglich wissen, worum es ihm im Leben geht und alles dafür tun, das er das auch realisieren kann.  Mit unserem Großhirn und seiner Individualisierung ist kein Subjektivismus verbunden, sondern zunehmende und wachsende Objektivität.

Individualisierung ist die beste Gesundheitsmaßnahme

Ein unerkanntes, blockiertes, instrumentalisiertes und determiniertes Ich verliert seine Fähigkeit, das eigene Selbst zu erneuern und zu organisieren. Und es sind alles Organisationsprozesse, die immer höhere Ordnungen hervorrufen und sich auf das ganze Leben erstrecken wie eben auch der Gesundheitsvorsorge und der Lebensführung für die Erreichung der Selbstheilungskräfte, die sich jeder erarbeiten kann, wenn er nicht gegen sich selbst wirksam wird. Viele leiden unter diesen mentalen Autoimmunkrankheiten und kommen nicht weiter im Leben. Das einzigartig Individuelle ist kein Schreckgespenst, sondern die Chance auf lebenslanges inneres Wachstum ohne dauernden Appell an sein Gutsein. Das entwickelte Großhirn ist gut, empathisch und intuitiv und weiß um die eigenen Überforderungen. Der nicht zu sich selbst Gekommene hat allerlei Unsinn im Kopf, weil er den Schlüssel für das Eigene nicht findet, das eben auch der ganzen Gesellschaft in Kultur, Leben, Arbeit  und Wissenschaft zugute kommt.  Eine hoch entwickelte Gesellschaft besteht nur aus hoch entwickelten Individuen, die sich frei entscheiden können. Mentale Krankheiten bestehen in Entwicklungsstörungen in Bezug auf das voll entfaltete Großhirn wegen Verletzungen und Fehler in der Lebensführung, die zu wenig Selbsterkenntnis enthält. Wenn ich sehr glücklich bin mit dem, was ich tue und produziere, entstehen  neuronale Verschaltungen (nicht über den Hedonimus und ganz sicher nicht über Kriminalität und andere Degenerationen). Kein Mensch ist von Geburt an kriminell. Auch der Kriminelle muss in erster Linie etwas für sein Großhirn tun über Bildung, Selbstdenken und Produktivität, um ein besserer Mensch zu werden.  Reine Bestrafung ist kontraindiziert. Resozialisation ist auch hier nur über Entfaltung möglich. Selbst das Nachdenken oder Selbstdenken vermag also das Großhirn aufzubauen. Das darf man sich nicht abnehmen lassen. Therapien müssen genau das befördern, damit sich der Mensch selbst heilen kann durch Selbsttätigkeit. Je komplexer ein Großhirn ist,  desto wahrscheinlicher sind auch seine Selbstheilungskräfte, die vieles reparieren können, was das Leben  oder einfaches Fehlverhalten degeneriert.  Kein Mensch darf sich für eine Sache verzwecken lassen, da hier die Krankheiten vorprogrammiert sind. Das Großhirn kann seine Arbeit nicht leisten.

Das Geistgehirn muss entscheidungsfähig sein

Das Grundgesetz müsste dringend überarbeitet werden trotz der globalen Rückschrittlichkeit. Auch alle Vergemeinschaftung ist ein Rückschritt, wenn es das Eigene unterdrückt und eliminiert, anstatt es zu befördern als einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Komplexität, auf die wir immer mehr angewiesen sind auch angesichts der Digitalisierung. Damit verbunden ist eine höhere Kritikfähigkeit all dem gegenüber, was unser Dasein nur beschränkt und verunstaltet bzw. zu illusionären Vorstellungen über unser Zusammenleben und unserer Entwicklung führt.  Hier muss viel Mist aussortiert werden, der uns von außen aufgedrängt wird und niemanden befördert. Die Schule und auch die Universität belohnen die Anpassung und die Anpassungszwänge werden immer höher. Wer Bildung vermitteln will, muss es immer unter dem Aspekt tun, dass der Einzelne sie optimal ins eigene Leben integriert. Ohne Persönlichkeitsentwicklung ist diese Fähigkeit nicht zu haben.  Wer diese durch was auch immer okkupiert, stört die gesellschaftliche Homöostase, die wir ja auch durch unser optimales und spirituelles Geistgehirn herstellen können., um zu entscheiden, was wir ertragen und was nicht. Entscheidungen beinhalten immer eine Wahl und Auswahl aus der Vielfalt der Angebote. Gehirnschutzrechte und Aufklärung sind notwendige Maßnahmen gegen die schweren Folgen der vielfältigen Verletzungen und Unterlassungen – auch der eigenen aus Unkenntnis. Die Emergenzfähigkeit unseres Gehirns beweist, dass es aufwärts gehen muss in die volle Entfaltung. Und für den Fortschritt in der Entwicklung ist der freie Wille, der im Präfrontalcortex verortert ist und nicht durch Medikamente beschädigt werden darf, notwendig.

Fassen wir zusammnen: Potenzialentfaltung befördert das Großhirn, das so zu Gesundheit und Selbstheilung fähig ist und durch die damit verbundene Spiritualität objektiv und gut sowie  zu Erkenntnissen und Urteilsvermögen fähig ist. Er ist ent- und unterscheidungsfähig und er hat die Wahl.

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