Mythen über mentale Krankheiten

Da wäre zum Beispiel die dubiose Dopaminthese in Bezug auf  die sogenannte Schizophrenie. Hier soll das Dopamin für eine Krankheit verantwortlich gemacht werden, nur weil bei Verabreichung von Neuroleptika (unterdrücken das Dopamin) die Halluzinationen verschwinden.  Das Dopamin ist aber ein Glücks- und Aktivitätstransmitter (auch geistige Aktivität) und kann keine Ängste auslösen. Das ist nicht plausibel. Vielmehr ist es doch der Stress, der Existenzstress, der (Re-)Traumatisierungsstress, der Verletzungsstress, der Ängste auslöst. Adrenalin und Cortisol können auch Ängste verursachen sowie eine Verletzung des Hippocampus durch Stress. Dieser (jeder länger anhaltende )Stress führt zu einer Beeinträchtigung der Großhirnleistungen, vor allem auch des Präfrontalcortex, so dass Dopamin nicht mehr vollständig eingebaut wird und es so zu einer Überreaktion in den untergeordneten Sinneszentren kommt. Dies führt dann zu Halluzinationen, die stören können. Halluzinationen sind aber keine Schande, denn viele Heilige hatten Halluzinationen. Also müssen die Großhirnleistungen wieder aufgebaut und unterstützt werden, damit wieder die natürliche Kontrolle und Regulation der Neurotransmitter erfolgen kann. Dafür braucht man Dopamin. Die Kritik an der etablierten Psychiatrie ist daher berechtigt. Und lang anhaltender Stress führt nicht zu Kampf oder Flucht, sondern in die Ohnmacht.

Es gibt sehr wohl von dieser Krankheit geheilte Menschen, also kann diese Erkrankung auch keine genetisch bedingte sein. Damit wäre die These von genetischer Bedingtheit falsifiziert (Karl Popper), wissenschaftlich inkorrekt und höchste Skepsis sowie ethische Bedenken bezüglich solcher Annahmen geboten. Das Gehirn ist verletzlicher, als wir heute wahrhaben wollen. Und je intelligenter und sensibler ein Mensch ist, desto verletzlicher ist er. Auch der Einfluss der Epigenetik darf  nicht unterschätzt werden.  Bei Stress und Schädigungen wird diese Funktion angegriffen und kann zu Fehlern in der Transskription führen. Für die Wirksamkeit der Epigenetik braucht man einen gesunden Organismus und ein entstresstes Leben. Neuroleptika (also Medikamente, die die Dopaminausschüttung behindern) beeinträchtigen aber die Gesundheit eines Menschen wie auch die geistige Aktivität schwer, die man für die Einsicht in die Entstehung der Krankheitsursachen und ihre Überwindung braucht. Man kann ein Problem, das Stress verursacht und verletzt hat, nur auflösen, wenn man es verstanden, durchdrungen hat. Diese Medikation durch Neuroleptika ist ein falscher therapeutischer Ansatz (keine Ursachenbehandlung), der für viele Menschen den frühen Tod bedeutet. Und wer seine Ängste nicht verstandesmäßig auflösen kann, der nimmt eben Mittel, die die Angst lösen (Beruhigungsmittel), bis er in der Lage ist, wieder in das Leben im Hier und Jetzt zu vertrauen. Dieses Vertrauen hat der Erkrankte eindeutig verloren.

Es darf also nicht darum gehen, die Großhirnleistungen einzuschränken durch Neuroleptika, sondern darum, diese gerade zu stärken, damit es nicht zu einer Dysbalance von Neurotransmittern kommt. Denken hat eine ordnende und beruhigende Wirkung. Bewusstsein muss also gefördert werden und nicht ein Unterbinden von Bewusstseinsleistungen durch fragwürdige Medikamente, die man eventuell kurzfristig einsetzt, aber nicht auf Dauer einnehmen sollte, so dass Heilung gar nicht möglich wird. Und Bewusstsein kann heilen, ja sogar glücklich machen.  Dopamin ist kein Stressauslöser, sondern es sind die tiefen Wunden, die Menschen anderen Menschen zufügen oder auch Institutionen und Gesellschaftssysteme. Keiner ist selbst schuld an einer mentalen Erkrankung. Das wird heute aber von  gewissen Lobbyisten propagiert. Anstatt zu stigmatisieren und zu diskriminieren, sollte dem Kranken eine ganzheitliche Therapie zukommen, die sich seinem individuellen Problem widmet, denn die Krankheitsursachen sind sehr verschieden!

Wer seelisch genug Energie hat (ratsam wäre  hier zumindest vorübergehend die Askese, weil die seelische Energie freisetzt und das Bewusstsein anregt), der kann auch über die Bewusstseinsarbeit (wer bin ich und was versuchen andere aus mir zu machen und wie kann ich mich davon distanzieren) die Gesundheit in die eigenen Hände nehmen vielleicht in Kombination mit einem verständnisvollen Gesprächspartner. Sorgen wir also lieber für ein achtsameres Miteinander und bedenken, worauf es im Leben wirklich ankommt. Man kann sogar so weit gehen zu sagen, dass alle mentalen Krankheiten Systemerkrankungen sind. Und leider nehmen mentale Krankheiten zu. Deshalb sollten wir uns dringend fragen, was vor allem in den westlichen Ländern falsch läuft, anstatt die Gene verantwortlich zu machen. Die Dopaminthese ist nicht schlüssig und wird von der Antipsychiatrie schon lange kritisiert. Eine sogenannte Schizophrenie (man sollte die Bezeichnung endlich aufgeben) ist verursacht wie andere psychische Erkrankungen auch und hat daher Ursachen, die man aufdecken muss. Einen harmlosen Transmitter wie Dopamin verantwortlich zu machen ist nicht nur ziemlich beschränkt, sondern auch sehr bedenklich. Denken hilft auch hier weiter gegen Relikte aus dem Dritten Reich.

Wer den Krieg als Einwand anführen will, sollte bedenken, dass kollektives Leiden vergemeinschaftet, das Leiden eines einzelnen Individuums isoliert  – also deswegen extrem stresst – und es erhält meistens keine Wiedergutmachung, erfährt keine Gerechtigkeit, keine Verurteilung der Schädiger. Man wünsche also jedem Geschädigten und Verletzten seinen Staat Israel oder eben einen Kreis von Menschen, die ihn aufrichten. Man bedenke, dass mental kranke Menschen heute in Psychiatrien eingewiesen werden, weil sie unter Irrtümern (viele glauben, sie bekommen Schadenersatz für die ihnen entstandenen Schäden) leiden. Die wenigsten sind selbst- oder gar fremdgefährdend. Die nicht hinterfragten Vorurteile auch in der gebildeten Bevölkerung machen diese Gewalt gegen Opfer möglich. Jeden kann diese Krankheit treffen, wenn die Verletzungen fundamental sind. Einweisungen sind kein Akt der Humanität, sondern der totalitären Repression – eine Schande für den Rechtsstaat und einer Medizin, die sich die Inkompetenz nicht eingestehen will.

Vor allem Pharmafirmen haben ein großes Interesse, Menschen mit schädigenden Medikamenten behandeln zu lassen, anstatt dass die Probleme von Patienten gelöst werden. Das wäre ärztliche Pflicht. Nur leider geschieht das nicht. So werden Menschen gesundheitlich und mental weiter geschädigt, obwohl es Lösungen für die aufgetretenen Probleme gäbe. Das setzt aber Verständnis und Kompetenz voraus, die viele Ärzte schlichtweg nicht haben. Die Ursachen von mentalen Problemen müssen selbstverständlich therapiert werden und die bestehen nicht primär in einem gestörten Neurotransmitterhaushalt. Das ist – wenn überhaupt – nur eine Folge. Der Versuch, mental Kranke auch noch zu kriminalisieren, ist eine äußerst perfide Strategie der Einschüchterung. Es gibt keinen genuinen Zusammenhang zwischen mentaler Erkrankung und Gewalt. In seltenen Fällen, die dann medial ausgeschlachtet werden, ist das so. Gewalttätige können selbstverständlich auch erkranken, die Krankheit ist aber nicht Ursache für die Gewalttätigkeit! Und hier haben Ärzte versagt, die nur die Symptome einer Erkrankung unterdrücken wollen. Das ist unterlassene Hilfeleistung und sollte entsprechend bestraft werden können. Hier muss dringend ein Umdenken stattfinden. Dem Patienten kann man nicht die Schuld geben, sondern einem System der beharrlichen Ignoranz.

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