Die Fehler und Irrtümer der Medizin und anderer Wissenschaften

Der naturalistische und reduktionistische Materialismus ist nicht nur logisch falsch, er grenzt so vieles aus, was den Menschen zum Menschen macht und Evolution ermöglichen könnte. Er richtet deshalb großen Schaden überall an wie vor allem in der Medizin, die eben  oft inhumane Züge trägt und deshalb von einer Humanmedizin weit entfernt ist

Wir lernen langsam wieder, über unsere Erfahrungen wie z.B. über Nahtoderfahrungen und außerkörperliche Erfahrungen zu sprechen und sehen, dass sie sich ähneln. Sie sind also nicht subjektive Erlebnisse, sondern weisen auf eine objektive Realität hin, die in einem erweiterten Bewusstsein zum Vorschein kommt. Eine Sprache zu finden für das Außergewöhnliche ist der Motor der Evolution. Wer für neue Erfahrungen offen ist, nachdenkt, versteht, sich verständigt, der integriert. Wer nur ein Interesse an Durchsetzung (Besserwisserei), Dogmen und Pathologisierungen hat, der desintegriert. Es gibt letztlich auch nur wenige unumstößliche Wahrheiten. Deshalb sollte die Wahrheitssuche auch tägliches Programm sein, denn es begegnet uns vieles, wenn wir uns öffnen und wirklich achtsam wahrnehmen, was uns da alles mitgeteilt wird auch auf den vielen Wegen der Informierung. Jeder Mensch da draußen erzählt uns eine (seine) Geschichte und wir nehmen ihn wahr und überprüfen den eigenen Stand der Dinge, bringen ihn in Verbindung oder auch nicht. Was uns trennt, ist die Tiefe der Einsichten. Viele Menschen leben in einer Uneigentlichkeit, die sie nicht erfahren lässt, wie ein Licht in ihr Diesseits scheinen könnte, durch das sie getröstet und geheilt werden und eben auch Einblicke in die eigene Existenz gewinnen für die innere Entwicklung und eine Offenheit für den Wandel. Wer sein kleines Ego festhält, weil er hier seine Sicherheit vermutet, der wertet ab und grenzt aus, entwickelt ständig Aggressionen gegen alles Anderssein als die Norm oder als das eigene Selbst.

Halluzinationen sind nur das subjektive Innere, erweitertes Bewusstsein und außergewöhnliche Erfahrungen sind überindividuell

Das gesamte Pathologisierungssystem in der Medizin und besonders in der Psychiatrie, ist ein Ausgrenzungssystem. Es will nicht verstehen, sondern dem Menschen erklären, er sei nicht funktionsfähig, entspräche also den Anforderungen unserer Alltagswelt nicht. Aber könnte man nicht auch lernen von den Sichtweisen von Menschen, die Dinge eventuell anders wahrnehmen und uns auf das hinweisen, was in unserer Welt nicht stimmt, denn sie ist absolut nicht perfekt und hat auf viele Fragen keine Antworten. Vieles wird schlichtweg ausgeblendet und ins Reich der Hirngespinste verbannt. Das gilt auch für die Erfahrungen erweiterten Bewusstseins wie Nahtoderfahrungen,  die die Medizin als Halluzinationen diskreditieren will. Aber so einfach ist die Sache eben nicht, denn diese paranormalen Erfahrungen sind objektivierbar und Hallzinationen sind etwas sehr Subjektives, was die innere Welt eines Menschen betrifft und oft Ausdruck einer Ohnmacht ist (manchmal kann sich aber auch beides vermischen).  Das ist eine ganz andere Dimension der Wahrnehmung und führt auch nicht in die Befreiung. Der Mensch sollte also immer darauf achten, dass er eine Lösung findet, die nicht von anderen Menschen abhängig ist, denn universelle Kompetenz ist eher selten. Die Haltung der Bedürftigkeit ist schon ein Schritt aus der Autonomie heraus und kann in die Enge führen. Unser Egodasein braucht  eine Instanz, die über das Ich hinausgeht, die aber nicht nur kritischer Zensor ist im Sinne Feuds Über-Ich, das Normen verinnerlicht hat, sondern ein Angenommensein in  einer umfassenden Affirmation für die lebenslange Entwicklung im Sinne einer gewollten Evolution, die die Geistigkeit unserer Existenz begreift und sich anbindet an diese Möglichkeiten universellen Wissens, das Wissenschaft im positiven Sinne weit übersteigt. Insofern darf Wissenschaft hier nicht behindern, denn das Wohl des Menschen steht auf dem Spiel. Spiritualität und Geist sind der Antrieb für die Wissenschaften. Den Geist zu materialisieren ist ein Widerspruch in sich.

Die medizinische Inhumantität

Worte finden und ihnen Ausdruck zu verleihen gerade in Situationen, die als sehr intensiv erlebt werden, ist wahrer Fortschritt, denn hier erkennen wir das positive Potential und die damit verbundene innere Freiheit und Angstlosigkeit. Diese Einübung in eine spirituelle Lebenshaltung darf niemandem vorenthalten werden. Sie ist der Ausweg aus der Bedrängnis, die uns dieses Leben beschert. Wir können über unseren eigenen Körper hinaus und kommen in den Bereich der Wahrheit, die es gibt und die uns mahnt, das Vorläufige in allem konkreten Wissen zu sehen.  Unser Geist ist immer schon viel weiter als die Wissenschaft. Und wer meint, Geist sei die Emergenz eines komplexen materiellen Systems, der  hat nicht begriffen, dass nur der Geist Komplexität schaffen kann und kein Gehirn als materiale Struktur. Ohne Geist bleibt es sehr beschränkt. Richtig machtvoll wird der Geist, wenn er sich mit dem bereinigten Unterbewusstsein verbinden kann. Aller Widersinn, Widersprüchlichkeiten, Ambivalenzen und Konflikte lösen sich in einer höheren Synthese auf als widerstreitende Energien, aber nicht als Thema, wir würden hier sonst völlig unkritisch werden und könnten keine Entwicklung mehr realisieren. Die negativen Erfahrungen, die uns Menschen verschaffen, werden im höheren Bewusstsein neutralisiert. Schauen wir uns an, was paranormale Phänomene (vermeintlicher Spuk, der von Menschen verursacht wird) oft zeigen: Die Macht des unreflektierten (meist konfliktreichen) Unterbewusstseins. Wenn wir also die Macht des Geistes, des Bewusstseins mit dieser Instanz des Unterbewussten verbinden zu einer Synergie, können wir Berge versetzen und Gedanken materialsieren, sie also in Realität verwandeln zum Besseren der Menschheit und auch im Sinne einer Anthropologie, die sich von den Fesseln der Geschichte wirklich befreit in einem auch therapeutischen Sinn, ohne allerdings zu vergessen, was geschieht, wenn der Mensch die Tendenzen aufgreift und verstärkt, die ihn entwerten wie fast alle Pathologisierungssysteme. Die unrühmliche Rolle von Ärzten im Dritten Reich ist so erklärbar. Ganz abgelegt haben sie diese Neigung nicht. Pathologisierungen sind keine Hilfe, sondern es verbirgt sich dahinter eine Destruktivität. Wenn der Mensch nicht begreift, was er da wirklich tut, wird es uns wieder erwischen und der Rückfall ins Archaische wäre unvermeidbar angesichts wachsender Bevölkerung.

Wenn wir erwachen, können wir heilen

Ich plädiere deshalb dafür, Geisteswissenschaftler wieder als Therapeuten bei entsprechender Universalbildung zuzulassen. Dies wurde ihnen 1992 verboten aufgrund eines medizinischen Lobbyismus, der zu enormer Intoleranz geführt hat. Es ist nicht ein Medizinstudium der Moleküle, das hier qualifiziert, sondern ein ganzheitliches und universelles Verständnis unseres Daseins und unseres Geistes. Aber hierfür eignen sich nicht so viele. Das gilt auch für die Priesterschaft und andere Berufe. Wer anderen Menschen helfen will, braucht einen sehr weiten Horizont und muss in der Lage sein, auch zu verstehen, was auf den ersten Blick unverständlich erscheint, denn es gibt keine Geisteskrankheiten, sondern nur eine Tendenz, in Symbolen, Verschiebungen, Verdrängungen und Verzerrungen zu sprechen, weil das Eigentliche zu schmerzhaft ist. Die Inkompetenz besteht in einer fehlenden Interpretationsfähigkeit. Menschen wieder in die eigene Wahrheit zu bringen und heraus aus der Entfremdung der Verletzungen ist eine hohe Kunst jenseits aller Konstrukte und Methoden. Psychotherapeuten, die letztlich auch nur eingeschränkt indoktriniert sind, werden Menschen nicht heilen können. Die ständige Erweiterung des eigenen Horizonts ist hier notwendige Bedingung. Aber jeder sollte sich bewusst machen, dass er selbst seinen Horizont in jeder Minute erweitern kann, wenn er sich öffnet für etwas, das uns nur helfen kann, wenn wir es auch für eine Realität halten, die eine Wirkung auf unser Leben hat. Gott ist die Liebe und das Licht der Wahrheit, wir haben einen Begriff dafür und es ist letztlich die Erfahrung, dass der Mensch allein nicht der Maßstab sein kann. Es geht auch nicht nur um ein Funktionieren, sondern um ein universelles und nicht instrumentalisierbares (ökonomisierbares) Verstehen, um ein Begreifen und darum, uns darüber zu verständigen.

Das alte Paradigma wirkt weiter

Leider muss man feststellen, dass gerade in der institutionalisierten Psychiatrie ein Paradigmenwechsel gegenüber nationalsozialistischem Denken nicht stattgefunden hat – vor allem hier in Deutschland nicht. Eine erschreckende Bilanz. Gewalt wird als Fürsorge verkauft und Entrechtungen als Schutz. Diese Perversionen des Denkens sind die Ursache für den Stillstand und für die Vorurteilszementierung. Diese Medizin profitiert von den Vorbehalten, die sie selbst schürt. Von dieser Seite aus ist kein Fortschritt zu erwarten, denn das Denken ist nicht die Sache von Medizinern. Sie sind Erfüllungsgehilfen von gepauktem Wissen, das sie für unfehlbar halten. Wenn es aber um den Menschen geht, dann müssen wir in die Erweiterung der Möglichkeiten und nicht in die Verengung des So ist es und nicht anders. Der bewusste Mensch weiß. dass so vieles, was den Menschen betrifft, der Falsifizierung unterliegt. Aber eine Anthropologie der Unbestimmheit bzw. Offenheit verträgt der allzu gewöhnliche Verstand nicht. Auch hier nur der Wille zur Macht, aber nicht zur Verständigung, zur Annäherung an die Wahrheit, die man sich eben mit anderen erarbeiten und raus aus der Hierarchisierung muss. Davon sind wir meilenweit entfernt und grenzen lieber aus. weil es den archaischen Trieb nährt. Wer sind also die eigentlichen Evolutionsverhinderer?

Pim van Lommel: Endloses Bewusstsein. Ostfildern 2007

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