Positive Bewusstseinsarbeit

Ist uns im Leben Schlechtes widerfahren, kann dies die Epigenetik entscheidend verändern. Sie reagiert auf Veränderungen auch im Gedanklichen. Wir verlieren unseren Optimismus durch Verletzungen und Schädigungen aller Art und dies wirkt sich negativ auf die Genexpression aus. Bruce Lipton (Biologe) hat sehr eindrucksvoll diese Zusammenhänge in seinen Büchern beschrieben. Diese Einflüsse sollten uns hellhörig machen bezüglich der Möglichkeit von Heilung und Selbstheilung.

Eine Heilung ohne ein Verstehen, wie es zu einer Krankheit gekommen ist, ist deswegen kaum möglich, weil ich nicht weiß, wo ich bei einer Heilung ansetzen soll. Deshalb muss ich mir die Ereignisse und Ursachen bewusst machen. Aber dabei sollte es nicht bleiben, denn hier kann es ja immer wieder zu einer Retraumatisierung gerade bei mentalen Krankheiten kommen. Es ist deshalb wichtig, gleichzeitig zur Analyse des Problems neue Perspektiven zu erarbeiten, die in eine bessere Zukunft führen. Diese Wiederöffnung des Lebens ist notwendig, damit aus der Aufdeckung des Leidens nicht neues Leiden wird. Das wäre dann ein Teufelskreis der Wiedererkrankung.

Man sollte sich also nicht einreden lassen, dass eine mentale Krankheit genetische Ursachen hätte. Dies ist medizinethisch nicht vertretbar und fügt den Betroffenen zusätzlichen großen Schaden zu. Auch in Bezug auf sogenannte schwere mentale Krankheiten gibt es Geheilte. Damit wäre die Rede von genetischen Faktoren falsch und darf nicht weiter vertreten werden. Es ist allerdings harte Arbeit, sich von schweren Verletzungen zu heilen, aber wenn es gelingt, kann das sehr großes Glück bedeuten. Von den Verletzern distanziert man sich genauso wie den eigenen Verletzheiten gegenüber und widmet sich achtsam nur dem Zuträglichen, geht also von nun an sehr rücksichtsvoll mit sich selbst um. Es kann auch sehr hilfreich sein, die Umstände zu demaskieren, die Menschen dazu veranlassen, andere Menschen schwer zu verletzen. Sie haben das Verbindende verraten nicht selten zugunsten von Institutionen, die eben gerne in die private Organisation des Lebens eingreifen und Menschen das Recht auf Glück streitig machen.

Die Bewusstseinsarbeit kann jeder für sich leisten gegen die konventionelle Ansicht, das sei gar nicht möglich, weil man nur über einen Therapeuten an das eigene Unbewusste herankäme. Dieser Auffassung möchte ich vehement widersprechen. Man sollte den Menschen, den kranken Menschen nicht unterschätzen in Bezug auf seine Selbsterkenntnisfähigkeiten. Die Meditation kann helfen, sich nicht selbst zu über- oder zu unterschätzen. Zu sehen was ist, darf aber nicht in den Fatalismus führen, sondern sollte realistische Handlungsoptionen freilegen. Fremdansichten führen nur sehr bedingt zum eigenen wahren Selbst. Gespräche mit anderen, der Dialog kann aber auch sehr hilfreich sein für weiterführende Impulse. Sei Dein eigener Therapeut für eine bessere und wahrhaftigere Integration und eine klarere Realitätseinschätzung auch gegen Unterminierungen und Angriffe von außen. Schützen wir uns vor solchen Informationen aus dem Hinterhalt, die auch im Organismus großen Schaden anrichten können.

Prinzipiell gibt es für alles im Leben auch für Ablehnungen und Abweisungen einen verletzenden und einen achtsamen Weg. Wer den verletzenden wählt, der  muss sich auch mit Kritik auseinander setzen. Hinnehmen sollte keiner diese Variante, denn sie bindet an den Verletzer. Wenn man also die Trennung will, die Loslösung, dann wählt man den achtsamen Weg, der dem anderen nicht die Würde nimmt, so dass er sich einem Anderen zuwenden kann, um sein Glück zu finden. Ist er aber verletzt, wird er diesen Weg nicht gehen können, gerät selbst in unannehmbare Konstellationen, die das Leben behindern. Es geht also nicht darum, Werte nach Jahren im Nachhinein zu zitieren als vermeintliche Entschuldigung, sondern das Besondere einer Verbindung anzuerkennen und behutsam in einem Dialog aufzulösen, wenn sie nicht dem eigenen Denken entspricht. Das ist sagbar. Das Wie ist entscheidend.

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